Franziska preuß debütiert als ard-expertin am großen arber

Kaum ist die Biathlon-Karriere vorbei, sitzt Franziska Preuß schon am Mikrofon. Die 31-Jährige gibt am Freitag, 6. März 2026, ihr Debüt als TV-Expertin bei der ARD – und das nicht bei irgendeinem Rennen, sondern bei der Jugend- und Junioren-Weltmeisterschaft am Großen Arber im Bayerischen Wald.

Vom schießstand ins kommentatorenpult

Preuß wird die beiden Massenstart-Rennen der Juniorinnen und Junioren als Co-Kommentatorin an der Seite von ARD-Reporter Christian Dexne begleiten. Die Übertragung startet um 10.30 Uhr im Livestream in der ARD-Mediathek sowie bei sportschau.de. Wer gedacht hat, sie brauche eine längere Pause nach dem Karriereende, irrt sich gewaltig.

Noch wenige Wochen ist es her, dass Preuß nach den Olympischen Winterspielen in Norditalien ihre aktiven Laufschuhe an den Nagel gehängt hat. Der Wechsel in die Expertenrolle geht schnell – vielleicht sogar zu schnell für manchen Fan, der sie lieber noch ein paar Rennen länger auf der Strecke gesehen hätte. Aber Preuß macht klar: Sie bleibt dem Sport treu, nur eben aus einer anderen Perspektive.

Ard setzt auf bekannte gesichter aus dem biathlon-zirkus

Ard setzt auf bekannte gesichter aus dem biathlon-zirkus

Der Sender hat in den vergangenen Jahren konsequent auf Expertise aus den eigenen Reihen des Sports gesetzt. Namen wie Arnd Peiffer, Kati Wilhelm oder Simone Hauswald kennt jeder Biathlon-Fan – sie alle haben bereits am ARD-Mikrofon Erfahrungen gesammelt. Auch Weltcup-Athlet David Zobel war bereits in dieser Rolle zu sehen.

Für die Staffelwettbewerbe am Samstag und Sonntag übernehmen Justus Strelow, Olympia-Bronzemedaillengewinner, und der frühere Weltmeister Benedikt Doll das Kommentatorenpult. Das ist eine Besetzung, bei der selbst hartgesottene Biathlon-Skeptiker zweimal hinschauen dürften.

Junge athleten kämpfen um wm-medaillen im bayerischen wald

Im Hohenzollern Skistadion in Bayerisch Eisenstein kämpfen noch bis Sonntag Nachwuchsathleten der Geburtsjahre 2005 bis 2010 um WM-Medaillen. Es sind die Gesichter von morgen – und Preuß kennt diesen Weg aus eigener Erfahrung besser als die meisten. Genau das macht ihr Debüt am Mikrofon so interessant: Sie kommentiert nicht aus dem Lehrbuch, sondern aus gelebter Realität. Das ist ein Unterschied, den man hört.