Frankfurt-marathon: dritter bewerber schaltet zu!

Die Suche nach einem neuen Veranstalter für den traditionsreichen Frankfurt-Marathon nimmt eine überraschende Wendung. Nachdem bereits ein zweiter Interessent öffentlich wurde, hat nun auch die A.S.O. Germany, bekannt für den Radklassiker Eschborn-Frankfurt, ihre Ambitionen angekündigt. Der Kampf um die Organisation des Lauf-Events, der Jahr für Jahr tausende Sportbegeisterte in die Mainmetropole lockt, spitzt sich also zu.

Ein wettlauf beginnt: die suche nach dem neuen ausrichter

Die Nachricht, dass die Stadt Frankfurt ab 2029 nicht mehr selbst für die Organisation des Marathons verantwortlich sein wird, löste im Frühjahr eine Welle der Bewegung in der Szene aus. Zunächst meldete sich die Frankfurter Sportagentur (FSA), um die Nachfolge anzutreten und das Rennen strategisch neu auszurichten. Doch nun hat sich auch die A.S.O. Germany, ein Schwergewicht im Sportveranstaltungsbereich, im Rennen eingeschaltet. Die Ausschreibung muss europaweit erfolgen, was den Prozess zusätzlich verkompliziert und ein komplexes Anforderungsprofil des Sportamtes erfordert.

Florian Fünffinger, Leiter des Sportamts, betont die Notwendigkeit eines wasserdichten Verfahrens, um mögliche juristische Auseinandersetzungen zu vermeiden. „Wir wollen sicherstellen, dass die Vergabe transparent und fair erfolgt und dem neuen Ausrichter ausreichend Zeit für die Vorbereitung bleibt.“, so Fünffinger. Die Entscheidung über den zukünftigen Veranstalter soll spätestens Mitte 2028 fallen.

Ein positiver Aspekt: Der aktuelle Titelsponsor Mainova signalisiert weiterhin Treue zum Marathon, unabhängig vom neuen Veranstalter. „Wir sind zuversichtlich, dass der Frankfurt-Marathon auch in Zukunft ein Leuchtturm des Sports in Deutschland bleiben wird“, erklärte Unternehmenssprecher Ferdinand Huhle.

Rekordmeldungen und internationale stars locken

Rekordmeldungen und internationale stars locken

Trotz der Unsicherheit rund um die zukünftige Organisation fiebert die Stadt bereits dem diesjährigen Marathon entgegen. Veranstalter motion events rechnet mit einem Teilnehmerrekord von 18.500 Läufern. Und das nicht nur in der Quantität, sondern auch in der Qualität: Noch nie standen drei der schnellsten deutschen Marathonläufer gleichzeitig am Start. Amanal Petros, Samuel Fitwi und Richard Ringer werden am 25. Oktober um den Sieg kämpfen – ein Beweis für die internationale Strahlkraft des Frankfurter Marathons.

Doch während sich die Organisatoren auf das kommende Rennen konzentrieren, tobt hinter den Kulissen ein erbitterter Wettkampf. Neben der FSA und der A.S.O. Germany könnten sich weitere Bewerber melden, was den Auswahlprozess noch komplexer gestalten würde. Wie Andreas Bechmann, Geschäftsführer der FSA, bereits betonte: „Wir haben weitere Wettbewerber erwartet und sind überzeugt, das beste Konzept für Frankfurt zu haben.“

Die kommenden Monate werden entscheidend sein, um die Zukunft des Frankfurt-Marathons zu gestalten. Eines ist jedoch sicher: Der Wettkampf um die Ausrichtung des Rennens wird die Sportwelt in Frankfurt und darüber hinaus aufmerksam verfolgen.