Frankfurt siegt zäh, koch fliegt – heidenheim ist so gut wie weg
Ein Pflichtsieg, der nicht schön war, aber zählt. Eintracht Frankfurt bezwang den Tabellenletzten 1. FC Heidenheim mit 1:0 und bleibt unter Trainer Albert Riera zu Hause eine Festung – drei Heimspiele, drei Siege. Dass es am Ende so eng wurde, lag weniger am Gegner als an sich selbst.
Kalimuendo trifft, koch macht es kompliziert
Die erste Hälfte war eine Geduldsprobe. 71 Prozent Ballbesitz, 370 gespielte Pässe – und keine einzige echte Torchance. Riera hatte seine Mannschaft nach dem müden 0:0 gegen St. Pauli zu mehr Tempo im Passspiel ermahnt. Die Botschaft kam nur halb an.
Kurz nach der Pause dann doch die Erlösung: Robin Koch verlängerte per Kopf, Arnaud Kalimuendo stand richtig und traf in der 53. Minute zur Führung. Was folgte, war kein Aufbäumen der Eintracht, sondern ein nervöses Verwalten. Fares Chaibi vergab per Kopf eine gute Möglichkeit zur Vorentscheidung, und in der 67. Minute wäre Heidenheim fast mit einem Heber von Sirlord Conteh zurückgekommen – Abseits verhinderte den Ausgleich haarscharf.

Platzverweis gegen koch macht die schlussphase zur zitterpartie
In der 73. Minute eskalierte es. Koch sah nach wiederholtem Foulspiel Gelb-Rot und musste vom Platz. Zehn gegen elf, knappe Führung, drückender Gast – plötzlich war da wieder dieses ungute Gefühl. Ritsu Doan verpasste die Entscheidung am langen Pfosten, Heidenheim blieb ohne Ertrag.
Was bleibt: Die defensive Stabilität, die unter Vorgänger Dino Toppmöller so oft gefehlt hatte, ist unter Riera spürbar. Kein Gegentor, kein Einbruch trotz Unterzahl. Das ist kein Zufall mehr.

Heidenheim steht vor dem ende
Für den 1. FC Heidenheim wird die Lage mit jedem Spieltag dramatischer. 18 Niederlagen in dieser Saison, zehn Punkte Rückstand auf den Relegationsrang – und die Konkurrenz kann im Laufe des Spieltags weiter davonziehen. Es gibt kaum noch eine realistische Rechnung, die den Abstieg verhindert.
Frankfurt hingegen hält Platz sieben und damit die Tür zum europäischen Geschäft einen Spalt offen. Abhängig von den DFB-Pokal-Ergebnissen kann dieser Rang für eine erneute Europacup-Teilnahme reichen. Riera weiß das. Und er weiß auch, dass seine Mannschaft dafür mehr zeigen muss als heute.
