Frankfurt empfängt freiburg mit makel: 49 gegentore wollen endlich gestoppt werden
17:30 Uhr, Deutsche Bank Park – da fliegt der Ball wieder, und mit ihm die Frage, ob Eintracht Frankfurt die 49 Gegentore dieser Saison endlich auf 48 drücken kann. Gegen Freiburg spricht die Statistik für die Hessen, doch Statistik ist ein Wort, das Trainer Albert Riera in den letzten Wochen nur noch mit bitterem Lächeln ausspricht.
Rieras erste heimpleite liegt zwei wochen zurück – und kratzt noch
Nach dem 3:0 gegen Gladbach glaubten viele, der Knoten sei geplatzt. Doch danach folgten zwei Spiele ohne Sieg, dabei kassierte Frankfurt weitere fünf Gegentore. Die Defensive wirkt wie ein Sieb, durch das nicht nur Flanzen, sondern ganze Konter laufen. Neun Gegentore nach eigenem Ballverlust – Liga-Spitze, nur dass hier niemand Jubel schwingt.
Jonathan Burkardt könnte der Retter sein. Sein 50. Bundesligator in München war eine kleine Liebeserklärung an die Kurve, vier seiner insgesamt zwölf Treffer erzielte er gegen Freiburg. Die Zahl klingt wie ein Seitenhieb auf Freiburgs Abwehr, die bei Kopfbällen dieses Jahr bereits zehnmal einknickte – auch ein Ligarekord, nur auf der falschen Seite.

Freiburg kommt ohne tor in der ersten halbzeit – schon sechs mal in folge
Julian Schuster muss heute die Anfangsphase umschreiben. Sechs Auswärtsspiele in Folge ohne Treffer vor der Pause – das ist keine Phase, das ist ein Muster. Wenn Frankfurt früh trifft, könnte Freiburg in dieselbe Richtung laufen wie in den vergangenen vier Duellen: In keinem blieb die erste Halbzeit unter zwei Toren.
Doch die Eintracht ist nicht der Sturm, sondern das Loch. 49 Gegentore nach 24 Spieltagen bedeuten den dritt schlechtesten Wert der Clubhistorie zur gleichen Zeit. Nur 1983 und 1995 war das Tor zur Hälfte noch weiter offen – beide Male landete Frankfurt am Tabellenende. Riera weiß: Heute zählt nicht die Schönheit, sondern die Null.
DAZN überträgt, der Liveticker läuft, doch die echten Daten stehen auf dem Rasen. Werden die Hessen die Kurve kriegen? Oder schlägt Freiburg aus dem Loch heraus? Eines ist klar: Bei Eintracht Frankfurt zählt nur ein Sieg, alles andere wäre ein weiteres Eigentor der Saison.
