Fortuna köln feiert den perfekten wiederaufstieg: 2:1 gegen siegen reicht für die 3. liga

Die siebenjährige Regionalliga-Seuche ist vorbei. Mit einem 2:1 (1:1) gegen die Sportfreunde Siegen hat Fortuna Köln am Samstag vor 7.548 Zuschauern im Südstadion den Aufstieg in die 3. Liga perfekt gemacht – und das eine Woche vor Saisonende. Hamadi Al Ghaddioui köpfte in der 61. Minute den Ball, die Kölner und endgültig die Zweitklassigkeit ins Tor.

Minks masterplan funktioniert

Trainer Thomas Mink hatte die Partie als „Endspiel“ bezeichnet – und seine Mannschaft lieferte. Nach dem frühen Rückstand durch Kevin Goden (24.) schlug Enzo Wirtz zehn Minuten später ein wie eine Bombe. Die Südstädter spielten fortan mit der Courage eines Aufsteigers und der Cleverness eines Absteigers. Al Ghaddioui, einst Bundesliga-Stürmer, vollendete eine flache Hereingabe aus dem Zentrum. Das Stadion bebte, die Ränge jubelten, die Meisterschale war endgültig in Reichweite.

Rot-Weiß Oberhausen, Tabellenzweiter, gewann zwar ebenfalls mit 1:0 gegen Borussia Mönchengladbach II, bleibt aber vier Punkte zurück. Die Liga ist entschieden – und das, obwohl Fortuna die erste Aufstiegschance in Paderborn noch verschenkt hatte. „Nach so einer überragenden Saison mehr als verdient“, schickte Oberbürgermeister Torsten Burmester per Instagram-Video seine Glückwünsche. Die Stadt atmet auf, der Club durchatmen.

Neun monate an der spitze, ein leben in schwarz-weiß

Neun monate an der spitze, ein leben in schwarz-weiß

Seit dem 17. Spieltag stand Fortuna oben – und ging nicht mehr runter. 15 Heimsiege, kein einziges Gegentor in der Nachspielzeit, dazu eine Defensive, die nur 27 Gegentore kassierte: Die Zahlen sprechen eine klare Sprache. Mink, seit März 2024 Chefcoach und zuvor als Sportlicher Leiter schon Strippenzieher, mischt seit 1992 im Verein mit. Er kennt jeden Flutlichtmast, jeden Jugendspieler, jeden Fanclub. „Wir haben nie gezweifelt, nur gearbeitet“, sagte er nach dem Schlusspfiff, die Stimme heiser vom Dauerschreien.

Am 16. Mai folgt in Lotte nur noch die Pflicht, am 23. Mai das Vergnügen: Mittelrheinpokal-Finale gegen Viktoria Köln. Ein Derby als Krönung – und als Warnung, dass der Profifußball keine Gnade kennt. Doch heute zählt nur Schwarz-Weiß, nur der Südstadt-Taumel. Fortuna Köln ist zurück im geschäftigen Mittelmaß der 3. Liga. Wer weiß, vielleicht bleibt der Club diesmal länger als sieben Jahre.