Florentino wirft riquelme lügen vor und kündigt historisches schutzschild für real an

Florentino Pérez ließ vor 8.000 Madrileniern in den Weinbergen von Toledo keine Frage offen: Er will den Klub in eine „echte Eigentumsform“ bringen, attackiert seinen Herausforderer Enrique Riquelme als Lügner und droht, das Negreira-Kapitel auf UEFA-Ebene wieder aufzurollen.

Der plan: 20 bis 30 milliarden euro wert pro socio

Der aktuelle Präsident skizzierte ein Modell, das jedem Mitglied eine wirtschaftliche Beteiligung verschafft. „Forbes spricht von zehn Milliarden, ich sage: Es sind 20 oder 30. Und das Vermögen soll den Sozios gehören – nicht nur gefühlt, sondern bilanziell.“ Die Formel müsse über die Mitgliederversammlung und anschließend per Votum aller Mitglieder. Bislang gibt es nur symbolische Anteile, künftig könnte die Mitgliedskarte einen konkreten Marktwert erhalten. „Wir schotten den Klub ab, damit niemals ein Fonds oder ein Einzelner das Zepter übernimmt“, betonte er.

Riquelmes 54-prozent-kredit als hauptangriffspunkt

Riquelmes 54-prozent-kredit als hauptangriffspunkt

Pérez wiederholte die Behauptung, sein Konkurrent habe sich für die Wahlkampagne mit 54 Prozent Zinsen refinanzieren müssen. „Er soll aufhören zu lügen, dass wir privatisieren wollen. Das Gegenteil ist richtig: Wir demokratisieren den Besitz.“ Die Wortwahl war messerscharf. „Riquelme hat seine persönliche Marke über das Wohl des Klubs gestellt.“

Negreira kehrt zurück: strafanzeige bei der uefa

Negreira kehrt zurück: strafanzeige bei der uefa

Als erste Amtshandlung nach einer erneuten Wahl kündigte Pérez an, das umfangreiche interne Gutachten zum Schiedsrichterfall Negreira direkt an UEFA-Präsident Ceferin zu übermitteln. „Ich hab’s ihm am Samstag in Wembley gesagt – er war offen für eine vertiefte Prüfung.“ Der Vorwurf: Korruption auf höchster Ebene, deren Spuren bis in die Liga- und Verbandsgremien reichen. „Wir sind der einzige Klub, der sich im Strafverfahren als Nebenkläger eingereiht hat – zum Glück“, so Pérez.

Die Rede, ausgestrahlt über ein provisorisches Soundsystem zwischen Olivenbäumen, endete mit einem Appell: „Sie haben Real Madrid schon einmal beschmutzt. Das wiederhole ich nicht.“ Die Menge antwortete mit Minutenlautem „¡Hala Madrid!“. Die Urnen am Sonntag werden zeigen, ob die Argumente reichten.