Flick zerstört barça-euphorie: atletico wartet mit der brechstange
7:2-Torspektakel? Vergiss es. Hansi Flick sprach nur von der kalten Realität. Nach dem Offensiv-Feuerwerk gegen Newcastle warnt der FC-Barcelona-Trainer vor dem Viertelfinal-GAU gegen Atletico Madrid. „Sehr schwierig“, sagt er, und man spürt, dass er die nächste Runde schon vor dem inneren Auge verliert.

Der traum von 2015 stirbt am 7. april
Camp Nou wird kochen, doch Flick kocht lieber mit Wasser. „Schritt für Schritt, Spiel für Spiel“, murrt er und klingt wie ein Mathematiker, der weiß, dass die Statistik gegen Barça spricht. Elf Jahre ohne Titel, sieben Jahre ohne Finale – Zahlen, die selbst das lauteste Tor gegen Newcastle nicht übertönen.
Die Katalanen lieferten in der Rückrunde eine Defensiv-Vorstellung ab, die an Tetris auf Speed erinnert: mitreißend, aber voller Lücken. Drei Gegentore in 45 Minuten gegen Newcastle? Das reicht gegen Atletico nicht mal als Warm-up. Diego Simeone hat seine Rojiblancos auf Messers Schneide geschliffen, und sie warten nur darauf, das Barça-Ballbesitz-Kartenhaus einzustürzen.
Flick weiß es. Er saß in der Kabine, schaute sich die ersten 45 Minuten an und dachte: „Wenn wir so starten, fliegt uns Atletico um die Ohren.“ Sein Blick wanderte zu Pedri, der nach 30 Minuten schon keuchend wie ein 400-Meter-Läufer wirkte. „Kondition ist kein Zufall“, sagt er leise, „sondern ein Warnschuss.“
Der Deutsche hat die Lernkurve der vergangenen Saison studiert: Halbfinale gegen Inter, 3:3, 3:4 n.V. – das war kein Fußball, das war ein Thriller ohne Happy End. Die Lehre: Atletico braucht keine Tore, sie braucht nur deine Nerven. Und die haben sie bereits jetzt, zwei Wochen vor dem ersten Duell am 7. April.
Barça-Fans feiern noch das 7:2, doch Flick feiert nicht. Er schaut auf den Kalender, dann auf die Trainingspläne. „Wir haben 14 Tage, um die Lücken zu schließen“, sagt er. 14 Tage, um aus einem Feuerwerk eine Festung zu bauen. Die Uhr tickt. Atletico tickt lauter.
