Flensburg bangt – remis reicht zum viertelfinaleinzug!
Die Freude bei SG Flensburg-Handewitt nach dem Hinspielserfolg gegen Skanderborg-Aarhus war nur von kurzer Dauer. Ein müdes 28:28 am gestrigen Abend reichte zwar, um das Viertelfinale der EHF European League zu erreichen, doch die Leistung ließ zu wünschen übrig. Besonders Emil Jakobsen machte seine Unzufriedenheit deutlich.
Die zweite halbzeit – ein rätsel für die spieler
“Leider Unentschieden gespielt. Das war nicht, was wir wollten“, klagte Jakobsen nach dem Spiel. Die erste Halbzeit sei noch in Ordnung gewesen, doch in der zweiten Hälfte hätten zu viele Fehler die Leistung der Norddeutschen getrübt. Ein sentiment der sich durch das gesamte Team zog. Die Strapazen des kräftezehrenden Auswärtssiegs in Hannover drei Tage zuvor schienen noch immer nachzuwirken, und die angeschlagene Verletzung von Simon Pytlick, der lediglich von der Bank aus zusahuen konnte, schränkte die taktischen Möglichkeiten zusätzlich ein.
Lasse Möller versuchte, die Situation zu relativieren: “Das war eine hammerschwere Aufgabe.“ Skanderborg hatte nach dem Hinspielsieg, in dem Flensburg einen komfortablen Vorsprung von sechs Toren herausspielen konnte, alles daran gesetzt, den Rückstand wettzumachen. Der Druck war enorm, und die Dänen jagten der SG “hundert Prozent“ hinterher, wie Möller feststellte.

Titelverteidigung – ein harter weg
Trotz der angespielten Schwierigkeiten zeigte sich Möller doch noch versöhnlich: “Ich finde eigentlich, über 60 Minuten war das okay. Ich bin richtig zufrieden, dass wir weitergekommen sind.” Die SG Flensburg-Handewitt muss sich nun auf ein hochspannendes deutsches Duell im Viertelfinale einstellen, denn die nächste Hürde sind die Recken aus Minden. Die beiden Bundesliga-Begegnungen wurden bislang beide von den Handballern aus dem Norden für sich entschieden – eine Wiederholung dieser Erfolge ist nun entscheidend, wenn die SG ihren Titel in der European League erfolgreich verteidigen will und das bereits zum dritten Mal in Folge.
Die EHF European League hält eine spannende Saison für uns bereit, und die Flensburger werden alles daran setzen, ihren Ruf als Serienmeister zu festigen. Doch die Konkurrenz schläft nicht, und der Weg zum Final Four wird alles andere als einfach sein. Die kommenden Spiele werden zeigen, ob die SG Flensburg-Handewitt die nötige Kraft und Entschlossenheit aufbringen kann, um erneut den Titel zu erringen.
