Flensburg bangt, doch european league-halbfinale erreicht!

Ein Remis gegen Skanderborg-Aarhus reichte der SG Flensburg-Handewitt, um sich für das Viertelfinale der EHF European League zu qualifizieren. Doch die Freude ist getrübt: Das Team von Trainer Maik Machnidt zeigte eine Leistung, die weit von den eigenen Ansprüchen entfernt war, und musste sich mit einem Unentschieden zufrieden geben. Die Spannung war greifbar, die Erleichterung nach dem Schlusspfiff deutlich.

Die zweite halbzeit – ein stolperstein

Nach einer eigentlich noch ordentlichen ersten Halbzeit deuteten viele Anzeichen darauf hin, dass die Norddeutschen das Spiel kontrollieren könnten. Doch diese Hoffnung zerschlug sich im zweiten Durchgang. Fehler im Angriff und eine fehlende Konzentration führten zu einem Rückstand, den Skanderborg-Aarhus gnadenlos ausnutzte. „Die erste Halbzeit war eigentlich eine okaye Leistung. Aber ich finde, wo wir schlecht gespielt haben, war in der zweiten Halbzeit, wo wir zu viele Fehler gemacht haben“, kommentierte Linksaußen Emil Jakobsen die schwache Phase des Teams.

Die SG Flensburg-Handewitt hatte drei Tage zuvor einen kräftezehrenden Auswärtssieg in Hannover gefeiert, was sich wohl auf die Leistung gegen Skanderborg-Aarhus ausgewirkt hat. Zudem fehlte Simon Pytlick angeschlagen, was die Abwehr zusätzlich belastete. „Das war eine hammerschwere Aufgabe“, relativierte Lasse Möller die Situation. Skanderborg habe den Rückstand mit aller Energie verfolgt, so der Däne.

Deutsches duell im viertelfinale

Deutsches duell im viertelfinale

Die nächste Hürde für die Titelverteidiger ist das Viertelfinale, in dem es zu einem rein deutschen Duell mit den Frisch Auf! Göppingen kommt. Die bisherigen Bundesliga-Begegnungen zwischen den beiden Teams entschied Flensburg jeweils für sich. Um den European-League-Titel bereits zum dritten Mal in Folge zu erringen, muss die SG nun erneut zeigen, was in ihr steckt und die Leistungen der letzten Begegnungen vergessen machen. Die Aufgabe wird alles andere als einfach, denn Göppingen ist ebenfalls in Topform.

Die Partie gegen Skanderborg war zwar kein Glanzauftritt, doch der Einzug ins Viertelfinale ist geschafft. „Ich bin richtig zufrieden, dass wir weitergekommen sind“, betonte Möller, obwohl die Leistung in der zweiten Halbzeit zu wünschen übrig ließ. Die kommenden Spiele werden zeigen, ob die SG Flensburg-Handewitt die notwendige Konstanz und Entschlossenheit besitzt, um erneut den Titel zu holen.