Fis-präsident eliasch: machtkampf in belgrad droht!

Die Spitze des internationalen Skiverbandes FIS steht vor einem Erdbeben. Bei der Neuwahl am 10. und 11. Juni in Belgrad kämpft der amtierende Präsident Johan Eliasch um seine Position – ein Kampf, der die Skigemeinde spaltet und die Frage aufwirft, ob der Milliardär das Ruder tatsächlich behalten wird.

Norwegen fordert eliaschs absetzung

Die Kritik an Eliasch hat in den letzten Monaten massiv zugenommen. Sein Führungsstil, der von Alleingängen und mangelnder Kommunikation geprägt war, hat zahlreiche Großnationen verärgert. Nun schlägt Norwegen, traditionell eine Säule des Skisports, Alarm und fordert öffentlich seinen Rücktritt. „Wir sind der Ansicht, dass der derzeitige Präsident Johan Eliasch die FIS nicht weiter leiten sollte“, erklärt Generalsekretär Ola Keul in einer scharfen Erklärung auf der Website des norwegischen Verbandes. Die Gründe sind brisant: fehlende Transparenz, fragwürdige Verwendung gemeinsamer Gelder und eine Schädigung des internationalen Ansehens des Skisports.

Die Bilanz ist umstritten: Eliasch brachte zwar einige innovative Ideen ins Spiel, doch die Umsetzung erfolgte oft holprig. Die Unzufriedenheit innerhalb der FIS wächst, und selbst ehemalige Unterstützer wenden sich ab. Die Vorwürfe der fehlenden Transparenz wiegen schwer, insbesondere wenn man bedenkt, dass die Reserven des Verbandes durch die Entscheidungen des amtierenden Präsidenten geschmälert wurden.

Ein kandidat mit überraschendem reisepass

Ein kandidat mit überraschendem reisepass

Eliasch tritt bei der Wahl gegen vier weitere Kandidaten an: Anna Harboe Falkenberg (Dänemark), Victoria Gosling (Großbritannien), Alexander Ospelt (Liechtenstein) und Dexter Paine (USA). Doch der eigentliche Knaller ist Eliaschs Wahlkampfstrategie: Der schwedisch-britische Geschäftsmann bewirbt sich für Georgien. Da weder der britische Verband noch Schweden ihn nominieren wollten, suchte Eliasch nach einem Ausweg und fand Unterstützung in Georgien – unter der Bedingung, einen georgischen Pass vorzuweisen. Ob er diesen rechtzeitig bis zum 20. Mai, dem Datum der Entscheidung des Nominierungskomitees, vorlegen kann, ist jedoch fraglich. Der Aufschrei in der Skigemeinde ist enorm. Ein Präsident, der sich auf diese Weise die Unterstützung sichert, wirft Fragen nach der Integrität des Wahlprozesses auf.

Die kommende Woche wird entscheidend sein. Das Nominierungskomitee muss entscheiden, welche Kandidaten zur Wahl zugelassen werden. Sollte Eliasch den georgischen Pass nicht rechtzeitig vorlegen können, könnte sein Traum von einer Fortsetzung seiner Amtszeit abrupt beendet werden. Die FIS steht am Scheideweg.