Fischtown pinguins verzweifeln an schiedsrichtern – 4:5 in overtime schmeckt bitter
Die Fischtown Pinguins liegen mit 0:2 zurück – nicht, weil sie schlechter wären, sondern weil das Schiedsrichtergespann in Spiel zwei plötzlich Beinstellen ahndet, Tackles an Andy Miele ignoriert und ein Icing um drei Sekunden verfrüht pfeift. Das goldene Tor fiel in einem Powerplay, das laut Bremerhaven nie hätte stattfinden dürfen.
Der moment, der alles drehte
Vladimir Eminger saß auf der Strafbank, weil er angeblich trippelte. Die Adler nutzten die Szene sofort aus, Zach Solow schob in der 66. Minute zum 5:4 ein – drei Sekunden, bevor Eminger zurückkehren durfte. Kapitän Phillip Bruggisser kochte: „Das können sie besser. Das ist meine ehrliche Meinung.“
Trainer Alexander Sulzer warf die Hände über dem Kopf zusammen, als das Icing geahndet wurde. Statt Befreiung gab es Bully im eigenen Drittel, statt Ausgleich die Entscheidung. Manager Sebastian Furchner rang nach Worten: „Wir alle machen Fehler, aber das hier fällt schwer zu akzeptieren.“

Mannheim zittert trotz 2:0-führung
Die Statistik sagt 2:0 für die Adler, das Gefühl in der Kabine lautet 1:1. Denn Bremerhaven dominierte lange Phasen, drehte einen 2:4-Rückstand und traf erst 59 Sekunden vor Ende der regulären Zeit zum 4:4. „Vielleicht waren wir sogar das bessere Team“, sagte Nino Kinder, dessen Handschuhe noch nach Gummi und Frust rochen.
Am Sonntag geht’s in Mannheim weiter. Die Pinguins wissen nun, wie sie die Adler schlagen können – wenn sie nicht gleichzeitig gegen ein Schiedsrichter-Trio kämpfen müssen, das in Overtime plötzlich die Regeln anders deutet. Die Serie ist längst nicht nur ein Sportkampf, sondern auch ein Gerichtsfall auf Eis.
