Fischbuchs wm-traum platzt: deb verzichtet auf nachnominierung

Schock für das deutsche Eishockey-Team: Daniel Fischbuch muss die Weltmeisterschaft in der Schweiz vorzeitig verlassen. Der Stürmer erlitt beim bitteren Penaltyschießen gegen die USA einen Handbruch und reist daraufhin zurück nach Hause. Nun steht fest: Der Deutsche Eishockey-Bund (DEB) wird vor den letzten Vorrundenspielen keinen Ersatz nachnominieren.

Die entscheidung des deb: ein riskantes unterfangen?

Die entscheidung des deb: ein riskantes unterfangen?

„Es muss auch Sinn machen. Es muss jemand kommen, der im Saft ist und der uns auch helfen kann. Ich sehe es im Moment so, dass es nicht passieren wird“, erklärte DEB-Sportvorstand Christian Künast am Rande des Trainings. Seine Worte lassen wenig Raum für Interpretationen: Ein neuer Spieler würde das Team aktuell nicht verstärken.

Die Überlegung ist nachvollziehbar. Ein Spieler, der aus einer spielfreien Umgebung kommt, würde wertvolle Trainingszeit benötigen, um sich zu integrieren und in das Spielsystem einzufinden. Das Risiko, dass er dann doch nicht sofort Leistung bringt, wäre zu groß. Künast sprach bereits mit Marcel Noebel, der nach dem DEL-Finale angeschlagen war. „Er ist noch nicht ganz so weit“, so der Sportvorstand.

Auch die Frage nach Dominik Bokk, der ursprünglich zum WM-Kader gehörte, blieb unbeantwortet. Er war für den nachgereisten NHL-Stürmer Lukas Reichel weggeschickt worden. Die Situation zeigt deutlich, wie wichtig es ist, dass die Spieler im Wettkampfmodus sind, um bei einer Weltmeisterschaft sofort helfen zu können. Die Abwesenheit von Fischbuch wird eine Lücke im Team hinterlassen, die nun geschlossen werden muss – ohne die Möglichkeit eines Nachschubs.

Die Konsequenzen für die kommenden Spiele sind absehbar: Das Team muss sich anpassen und die verbleibenden Spieler optimal einsetzen. Die Aufgabe wird dadurch nicht einfacher, aber die Spieler sind gefordert, sich der Herausforderung zu stellen und alles zu geben, um die Chance auf ein Weiterkommen zu wahren. Die WM ist ein Marathon, kein Sprint, und nun muss das Team beweisen, dass es auch mit einem Mann weniger bestehen kann.