Final-horror in sa pobla: 45 minuten spielunterbrechung nach brutaler kopf-attacke
Was als Traumfinale um den Aufstieg in die Primera RFEF begann, mutierte in der 21. Minute zur schlimmsten Szene der Saison: Toni Penyafort lag bewegungslos am Boden, sein Gesicht vom Stiefel des Antonio Sánchez zerfetzt – und das Spiel blieb für eine gefühlte Ewigkeit stehen.
Zweite ambulanz musste anreisen – protokoll stoppt spiel
Die Bilder waren unerträglich. Der Poblense-Stürmer hatte gerade die Kugel kontrolliert, da kam Sánchez aus Águilas mit gestrecktem Bein angerauscht. Die Sohle traf Penyafort frontal im Gesicht. Kein Gedanke, keine Bremsung. Der Knall war bis auf die Tribüne zu hören.
Der Unparteiische zückte sofort Rot. Doch das war nur der Anfang. Die erste Ambulanz verließ mit Blaulicht das Gelände – und damit begann die Odyssee. Laut spanischem Sicherheitsprotokoll darf kein Spiel fortgesetzt werden, wenn kein Rettungswagen bereitsteht. Erst nach 45 Minuten und eilig herbeigerufener Ersatzambulanz konnte der Ball wieder rollen.
Penyafort blieb bei Bewusstsein, konnte sich aber nicht bewegen. Die Sanitäter fixierten seinen Hals. Dann die Fahrt ins Krankenhaus Inca. Diagnose: Mittelgesichtsfraktur mit Gehirnerschütterung. Die Ärzte sprachen von „Glück im Unglück.“

Restliches spiel im schatten des schocks
Die Spieler wirkten wie gelähmt. Die Fans verstummten. Ein Aufstieg? Nebensache. Águilas musste fortan in Unterzahl spielen – fast schon nebensächlich. Als der Schiri endlich wieder anpfiff, war die Luft raus. Keine Tore mehr bis zur Pause, nur noch ein einziges Gedankenkarussell: Wird Penyafort je wieder spielen? Wird Sánchez je wieder normal auflaufen?
Zwischenzeitlich sickerte durch: Die Polizei ermittelt wegen fahrlässiger Körperverletzung. Die Szenen gehen viral – und nicht nur im Fußball-Spanien. Denn sie zeigen, wie dünn der Schutzschild zwischen Profi und Krankenbett sein kann.
Am Ende gewinnt die Angst. Und der Sport? Der bekommt eine bittere Lektion: Sicherheit vor Show. Immer.
