Popp-effekt verpufft: bvb verpasst aufstieg in die 2. liga
Dortmund – Der Traum vom direkten Aufstieg in die 2. Frauen-Bundesliga ist geplatzt. Borussia Dortmund verpasste am letzten Spieltag der Regionalliga West den erhofften Sprung, obwohl die Damen des BVB Vorwärts Spoho Köln mit 8:0 abfertigten. Ein bitteres Unentschieden für die Schwarz-Gelben, die mit dem prominenten Neuzugang Alexandra Popp und dem ehemaligen Wolfsburg-Sportdirektor Ralf Kellermann viel Aufmerksamkeit erregt hatten.
Die entscheidung fiel in köln
Dramatik pur bot der letzte Spieltag: Während der BVB seine Hausaufgaben erledigte und einen klaren Sieg gegen Spoho Köln feierte, sorgte der 1. FC Köln II mit einem 2:0-Erfolg bei Borussia Mönchengladbach II dafür, dass die Meisterschaft an die Domstädter ging. Die knappe Niederlage, die Dortmund am Ende den Aufstieg kostete, wirft Fragen nach den nächsten Schritten auf.
Der Transfer von Nationalspielerin Alexandra Popp, die nach ihrem Abschied von Bayern München zu den Dortmunderinnen stieß, hatte hohe Erwartungen geweckt. Auch die Verpflichtung von Ralf Kellermann, der zuvor für die sportliche Leitung bei den Wölfen verantwortlich war, sollte den BVB auf ein neues Level heben. Doch nun steht die Mannschaft erstmal in der Regionalliga West vor der Aufgabe, sich neu zu fokussieren und die gesteckten Ziele zu überwinden.

Popp: „wir müssen gute arbeit leisten“
Nach dem verlorenen DFB-Pokalfinale gegen Bayern München hatte Popp bereits angedeutet, dass der BVB mit dem Worst-Case-Szenario einer zusätzlichen Saison in der Regionalliga rechnen musste. „Sowohl der BVB als auch ich haben natürlich auch ein Worst-Case-Szenario, dass man wahrscheinlich mal eine Runde extra dreht. Dementsprechend müssen wir gute Arbeit leisten“, erklärte die Stürmerin damals. Diese Worte bekommen nun eine neue, bittere Bedeutung.
Die Fans des BVB müssen sich darauf einstellen, auch in der kommenden Saison ihre Mannschaft in der Regionalliga West anzufeuern. Es bleibt abzuwarten, ob der BVB aus dieser Enttäuschung die Lehren zieht und im nächsten Jahr einen weiteren Anlauf wagen kann, um den Sprung in die 2. Bundesliga zu schaffen. Denn eines ist klar: Der Hunger nach höherem Fußball muss gestillt werden.
