Fifa-twist: eigentor wird khoukhi angerechnet – bittere pille für katar!
Ein dramatischer Moment im WM-Spiel Katar gegen die Schweiz hat eine überraschende Wendung genommen: Die FIFA hat offiziell die Autorenschaft des späten Ausgleichstreffers dem deutschen Verteidiger Miro Muheim zugesprochen. Was zunächst als Heldenmoment für den algerisch-stämmigen Stürmer Boualem Khoukhi gefeiert wurde, ist nun ein vermeintlicher Stolperstein für die katarische Nationalmannschaft.

Die verhängnisvolle kopfballverlängerung
In der Nachspielzeit des Gruppenspiels stürmte Khoukhi mit viel Kampfgeist nach einer Flanke von links in den Strafraum. Der Kopfball des Stürmers, der bereits über 100 Länderspiele für Katar absolviert hat, sollte den entscheidenden Punkt für sein Team bringen – doch der Ball prallte unglücklich an Muheim ab und landete im eigenen Tor. Die jubelnden Fans in der Arena ahnten nichts von der kurz darauf folgenden Entscheidung der Schiedsrichter und der FIFA.
Die FIFA-Kontrolleure analysierten die Bilder in Zeitlupe und kamen zu dem Schluss, dass der Kontakt mit Muheim entscheidend war. Ein unglücklicher Zufall, der Khoukhi den verdienten Lohn für seine harte Arbeit raubte und stattdessen dem Hamburger Verteidiger zuschreibt. Die Entscheidung wirft ein neues Licht auf das Ergebnis des Spiels und die Statistiken der Weltmeisterschaft.
Das ist bereits das zweite Eigentor bei dieser WM – nach dem von Paraguays Damián Bobadilla gegen die USA. Eine bittere Ironie für die Spieler, die sich so unermüdlich für ihr Team einsetzen, nur um am Ende selbst den entscheidenden Fehler zu verursachen. Die WM zeigt einmal mehr, wie schnell sich die Stimmung wenden kann und wie fragil der Traum vom Titel sein kann.
Khoukhi, ein fester Bestandteil der katarischen Auswahl und ein Vorbild für viele junge Spieler, muss sich nun mit der Tatsache abfinden, dass er trotz seiner Bemühungen nicht zum Helden dieser Partie wurde. Die FIFA-Entscheidung ist zwar formal korrekt, hinterlässt aber einen bitteren Nachgeschmack, besonders für die katarische Fans und die Verantwortlichen des Nationalteams.
