Ferrari wirft bologna auf titelkurs – napoli kassiert die nächste abreibung
Einmal mehr hat Marco Belinelli recht behalten: Talent reicht nicht – Arbeit zählt. Und niemand arbeitete härter als Daniels Ferrari, der mit 19 Punkten die Virtus Segafredo Bologna zur 90:71-Auswärtsgaloppade in Neapel schleuderte und die Titelverteidiger auf Schlagdistanz zur Tabellenspitze bugsierte.
Nur noch zwei siege vorsprung: brescia spürt den atem der nera
Die Guerri verpassten den Sack. Nach 40 Minuten mit nur drei Feldtreffern im dritten Viertel standen die Partenopei am Ende unter Pfiffen da – fünfte Niederlage in Serie, Cup-Debakel inklusive. Bologna dagegen zog dank Smailagič und Diarra ein 12:0-Rip-through im dritten Abschnitt und baute die Führung auf Brescia aus, das diesmal spielfrei hatte.
Die Zahlen sprechen eine klare Sprache: 18/33 Feldwürfe nach der Pause, 8 Ballverluste, 11 Offensiv-Rebounds – das ist kein Zufall, sondern System. Ivanovic hatte seine Mannschaft in der Kabine umgestellt: Vildoza presste die Ballhandlung, Caruso riss die Rebounds, Ferrari schraubte sich an der Dreierlinie in den Wettkampfmodus. Danach war Neapel nur noch Beifahrer.

Trento verspielt 17-punkte-comeback – sassari entkommt im ot
In der BLM Group Arena schien die Dolomiti Energia Trento nach dem 28:14-Dritteldrittel schon mit dem Sieg im Rucksack. Doch Battle versenkte zwei Freiwürfe nicht, Buie traf die Cold-Blooded-Floater, und ein technisches Foul an Beliauskas zwang die Partie in die Verlängerung. Dort landete McGlynn den Dreier zum 99:96, Steward vergab die letzten beiden Versuche – Trentos dritte Heimpleite binnen zwei Wochen.
Die Statistik lügt nicht: Trento war 17 Punkte besser, aber nur 0/5 aus dem Feld in den letzten 90 Sekunden plus OT. Sassari dagegen traf 4/5 aus der Distanz, als es drauf ankam. Die Banco di Sardegna klettert damit auf Platz fünf, Trento bleibt mit 8/14-Siegquote im Mittelfeld hängen.

Reggio emilia fegt trieste weg – dritte pleite für die gegner in vier spielen
Die Unahotels ließen keine Gnade walten. Mit 97:61 demolierten sie Allianz Pallacanestro Trieste und feierten den dritten Erfolg in Serie. Das Bild des Abends: Barford mit 20 Punkten, Brown mit 14 und 7 Assists, Woldetensae mit dem 24:7-Run im zweiten Viertel. Trieste kassierte die dritte Niederlage in den letzten vier Pflichtspielen und rutscht auf Rang 13 ab.
Die Bilanz der Gäste: 21 Ballverluste, 34 % Feldwurfquote, nur zwölf Punkte aus dem Fastbreak. Trainer Dalmasson sprach nach dem Schlusspfiff von „einer Lehrstunde in Transition-Defense“. Für Reggio bedeutet der Kantersieg den Anschluss an die Play-off-Plätze – mit 10/12 Punkten ist das Ziel erstmals seit Jahren wieder greifbar.
Die Liga verdichtet sich. Nach 22 Spieltagen trennen Platz 3 und 8 nur drei Siege. Bologna hat die Nase vorn, aber die Jagd ist längst eröffnet. Und wer am Ende arbeitet, der erntet – das weiß auch Belinelli.
