Ferrari mit hoffnung: leclerc und hamilton zeigen aufwärtstrend in bahrain

Mehr als ein jahr ohne sieg – ferrari auf dem weg zurück?

Es ist eine bittere Wahrheit: Seit dem glorreichen Sieg von Carlos Sainz in Mexiko 2023 hat Ferrari kein Rennen mehr gewonnen. Die fast 100 Millionen Euro, die in die Fahrergehälter investiert wurden, brachten lediglich eine Pole Position von Charles Leclerc in Ungarn und den Sprint-Sieg von Lewis Hamilton in China ein. Doch in Maranello keimt neue Hoffnung auf, denn die Revolution für 2026 scheint Früchte zu tragen. Die Testfahrten in Bahrain deuten auf eine positive Entwicklung hin.

Starke vorbereitung in bahrain

Starke vorbereitung in bahrain

Die ersten Runden in Bahrain bestätigten, dass das Auto noch Entwicklungspotenzial besitzt. Ferrari präsentierte Neuerungen am Motor, Getriebe und zahlreichen aerodynamischen Anpassungen. Die ersten Eindrücke waren hervorragend: Der SF-26 zeigte sich agil, mit präziser Traktion und katapultierte Charles Leclerc am Morgen auf die Spitze der Zeitenliste. Eine Rundenzeit von 1:33.739 in 70 Runden. Bis zur Runde von Oscar Piastri, nach etwas mehr als zwei Stunden Training, konnte niemand diese Zeit unterbieten.

Hamilton voller optimismus

Hamilton voller optimismus

Nicht nur die Zeiten von Leclerc stimmten optimistisch, auch Lewis Hamilton zeigte sich begeistert. Er wirkte emotionaler als seit seiner Ankunft bei Ferrari, vielleicht sogar strahlender als bei seiner Präsentation vor dem Stammsitz von Enzo Ferrari. “Die Leistung des Autos begeistert mich. Die Arbeit mit diesen neuen Fahrzeugen ist eine ganz andere Erfahrung, und man versucht, jedes Problem fast in Echtzeit zu lösen”, erklärte er in der Pressekonferenz.

Das ende des bodeneffekts und eine neue ära

Das ende des bodeneffekts und eine neue ära

Schon die Abschaffung des Bodeneffekts und der Beginn einer neuen Ära verbesserten Hamiltons Gefühl für das Auto. Und wenn Ferrari seinen Piloten den nötigen Spielraum lässt, um sich zu entfalten, kann er noch mehr erreichen. Der Brite fühlt sich wohl und hat das Gefühl, dass der SF-26 wirklich sein Auto ist. “Letztes Jahr musste ich mit einem Auto fahren, das auf jemand anderem basierte. Aber dieses Auto habe ich persönlich über 8 oder 10 Monate im Simulator entwickelt”, gestand er.

Ein schwieriges 2025 und die hoffnung auf 2026

Ein schwieriges 2025 und die hoffnung auf 2026

Das Jahr 2025 war für Hamilton ein Jahr zum Vergessen, und das italienische Team sah den Wechsel vom methodischen und analytischen Carlos Sainz zu einem Hamilton, der nie wirklich verstand, wie er seinen Stempel aufdrücken konnte. Doch 2026 soll alles anders werden: “Das Auto hat buchstäblich meine DNA. Ich bin viel stärker damit verbunden”, so Hamilton.

Australien als lackmustest

Australien wird zeigen, ob die Hoffnung gerechtfertigt ist. Aber alles deutet darauf hin, dass in Maranello wieder geträumt werden darf – von einem Titel, den sie seit dem umstrittenen Jahr 2007 mit Kimi Räikkönen und dem internen Konflikt bei McLaren nicht mehr in ihren Vitrinen haben.