Fc 26: 'pieface' und weitere stars kündigen abgang – liegt es am geld?
Die Fußball-Simulation EA SPORTS FC steht vor einem Sturm. Nachdem der bekannte Content Creator 'Pieface' seinen Rückzug aus der FC-Szene verkündet hat, folgt ihm ein weiterer großer Name. Ein Zeichen dafür, dass im virtuellen Fußballzirkus mehr als nur spielerische Innovationen fehlen.
Der schuh-skandal und der verlorene enthusiasmus
Noch vor gut zweieinhalbJahren sorgte Jack 'Pieface' McDermott für Aufsehen, als er im Livestream von EA SPORTS demonstrativ aus einem Schuh trank – eine clevere Anspielung auf die 'Shoey'-Tradition und ein Tipp für das damals gesuchte 'Geheim-Land' in FC 24: Australien. Doch die Zeiten haben sich geändert. McDermott, der seit zehn Jahren Inhalte rund um die Fußball-Simulationen produzierte, hat nun die Reißleine gezogen. Er kündigte auf YouTube an, dass er vorerst keine Videos und Streams mehr zu FC 26 produzieren wird.
Der Grund? 'EA SPORTS hat eine so große Gier entwickelt, dass sie nicht mal mehr wollen, dass du Spaß hast.' Ein Satz, der die Frustration vieler Spieler und Content Creator widerspiegelt. McDermott berichtet von verbesserten Interaktionen auf seinen Kanälen und steigenden Zuschauerzahlen – doch der Reiz an FC 26 ist verflogen. Sein Kollege Nick 'NickRTFM' Bartels kommentiert: 'Pieface hat seine Liebe zur Reihe verloren. Und um ganz ehrlich zu sein: Das diesjährige Spiel ist absoluter Müll.'

Fokus auf mikrotransaktionen statt spielspaß?
McDermott kritisiert die übermäßige Fokussierung auf Store-Packs in FC 26 und Football Ultimate Team (FUT). 'Wenn man in FUT 26 stundenlang Champs spielt, bekommt man die gleichen Rewards wie, wenn man zehn Euro im Store ausgibt.' Er bemängelt, dass das Spiel nicht mehr unterhalte – und folglich auch er seine Zuschauer nicht mehr begeistern könne. Die Aussage ist ein Schlag ins Gesicht für EA SPORTS, das sich in letzter Zeit um die Gunst der Spieler bemüht hat.

Auch 'aa9skillz' packt aus: 'ich würde das nur für geld tun'
Nur wenige Tage vor McDermotts Ankündigung hatte bereits Anthony Machado, besser bekannt als 'AA9skillz', seine Road-to-Glory-Serie eingestellt. Der Portugiese gestand, dass ihm die Leidenschaft für FUT verloren gegangen ist. 'Ich saß letztens da und habe überlegt, Road to Glory aufzunehmen. Da kam mir der Gedanke: Ich würde das nur für Geld tun.' Der Kern des Problems: Das Spiel lässt kaum noch Münzen verdienen, die begehrten Karten sind unerschwinglich und die Mannschaftsaufstellung stagniert.

Gameplay-chaos zwischen profis und gelegenheitsspielern
Auch das Gameplay von FC 26 wird kritisch gesehen. Machado bemängelt, dass EA SPORTS 'gefangen zwischen Pros und Casuals' sei. Die Verteidigung sei für jeden zugänglich, der Angriff jedoch so komplex, dass nur die Top-Spieler attraktiven Fußball zeigen können. 'Diese Diskrepanz kreiert pures Chaos.' Ein Fazit, das sich wie ein roter Faden durch die Kritik der Content Creator zieht.
Die Entscheidung von 'Pieface' und 'AA9skillz', sich von FC 26 abzuwenden, ist ein deutliches Signal an EA SPORTS. Über 2,7 Millionen Abonnenten werden vorerst kein FUT mehr auf ihren Kanälen sehen. Die Frage, die sich nun stellt, ist: Kann EA SPORTS die Spieler zurückgewinnen? Die 'Wir hören euch'-Kampagne von FC 26 scheint verpufft zu sein. Das Unternehmen muss im Sommer, mit dem Fokusverschiebung auf FC 27, dringend eine Antwort finden – bevor das sinkende Schiff endgültig den Grund berührt.
