Favrot unter dem skalpell: hüft-op für französischen riesenslalom-spezialisten
Schlechte Nachrichten für den französischen Skisport: Thibaut Favrot, einst Hoffnungsträger im Riesenslalom, muss sich einer Hüftoperation unterziehen. Der Eingriff markiert den nächsten Tiefpunkt einer enttäuschenden Saison, in der er aufgrund körperlicher Beschwerden die Olympischen Spiele deutlich verpasste.
Ein winter voller rückschläge und schmerzen
Der Start in den Winter war vielversprechend. Mit einem starken fünften Platz in Sölden präsentierte Favrot eine Leistung, die nur von seinem zweitbesten Riesenslalom-Ergebnis übertroffen wurde. Doch der Glanz währte nicht lange. In Beaver Creek folgte ein enttäuschender achter Platz, und danach verschwanden die Top-Ergebnisse spurlos. Stattdessen kämpfte der 31-Jährige mit chronischen Hüft- und Rückenschmerzen, die ihn in der zweiten Saisonhälfte regelrecht einbrachten und ihn letztlich aus der zweiten Startgruppe im Riesenslalom rutschen ließen.
Die Ursache für die Konstanzprobleme liegt klar auf der Hand: Bereits in der Vorbereitung musste sich Favrot behandeln lassen und eine Pause einlegen. Die Schmerzen begleiteten ihn fortlaufend und behinderten seine Leistungsfähigkeit erheblich. Während andere französische Athleten in Italien um Medaillen kämpften, musste Favrot seine Ambitionen begraben.

Operation und gletschertraining: der weg zurück
Favrot nimmt die Situation nun konsequent in die Hand. In der kommenden Woche steht die Hüftoperation an, ein notwendiger Schritt, um die Weichen für den kommenden WM-Winter stellen zu können. Es ist ein Wettlauf gegen die Zeit, denn der 77-fache Weltcupstarter muss sich rund zwei Monate gedulden, bevor er im Gletschertraining wieder auf die Bretter steigen kann. Ende Juni soll es so weit sein. Die Operation soll Favrot schmerzfrei machen und ihm ermöglichen, sich voll und ganz auf die nächste Saison zu konzentrieren. Ob er zu voller Leistungsstärke zurückkehren kann, bleibt abzuwarten, doch der Wille, zurückzukommen, scheint ungebrochen.
Die Frage ist nicht, ob Favrot wieder an die Spitze fahren kann, sondern wann. Sein Kampfgeist und die Hoffnung auf eine erfolgreiche Rehabilitation sind die besten Voraussetzungen für eine mögliche Rückkehr in die Weltspitze des Riesenslaloms.
