Ex-inter-star colonnese: vom juve-fan zum inter-gläubigen – und zum stolzen vater!
Francesco Colonnese, einstiger Verteidiger und Pokalsieger mit Inter, blickt zurück auf eine Karriere voller Höhen und Tiefen – und enthüllt, wie er vom Juventus-Fan zum glühenden Inter-Anhänger wurde. Im Exklusiv-Interview spricht der 54-Jährige über seine Wurzeln in Potenza, seine prägenden Begegnungen mit Simoni und Ronaldo und die stolze Entwicklung seines Sohnes Lorenzo, der das Fußballherz im Sturm erobert.
Die brigante-mentalität und die liebe zum spiel
Colonnese, liebevoll „Ciccio“ genannt, erzählt von seiner Jugend in der Lucania, einer Region, die von Abgelegenheit und Stolz geprägt ist. „Ich fühle mich wie ein Brigante“, gesteht er, „aber auch wie ein Löwe, mein Sternzeichen. Diese Mentalität, diese unbändige Willenskraft – das habe ich von meiner Heimat.“ Er erinnert sich an das harte Training im Schnee, an die Blicke der Menschen, die ihm zutrauten, es zu schaffen. Und er hat es geschafft, trotz fehlendem außergewöhnlichen Talent, weil er nie aufgegeben hat.

Napoli und inter: zwei vereine im herzen
Obwohl er den Juventus-Fan in sich trug, fanden Colonnese und seine Familie vor allem Liebe bei Napoli und Inter. „Napoli erstickt einen mit Liebe, selbst wenn alles schiefgeht“, schwärmt er. „Inter ist elegant und streng – San Siro verzeiht keine Fehler.“ Der Gewinn des UEFA-Pokals 1998 mit Inter, das Spiel mit Ronaldo, dem „Besten aller Zeiten“ – diese Momente haben ihn geprägt und ihn zu einem lebenslangen Inter-Fan gemacht. Der Wechsel zu Inter, obwohl er den Napoli-Fans, darunter seinem Vater, weh tat, erwies sich als der Beginn eines unvergesslichen Kapitels.

Gigi simoni: der lehrmeister
Ein besonderes Augenmerk legt Colonnese auf seine Zeit bei Cremonese unter der Leitung von Gigi Simoni. „Er sagte zu mir: ‚Vergiss nie, wo du herkommst. Denke an alle Jungen in Potenza, die dich bewundern. Enttäusch sie nicht.‘“ Diese Worte haben ihn stets begleitet und ihn daran erinnert, dass es im Fußball um mehr geht als nur um den Sieg – es geht um die Menschen, die einen unterstützen.

Die rivalität zwischen ronaldo und simeone
Colonnese erinnert sich auch mit einem Lächeln an die intensive Rivalität zwischen Ronaldo und Simeone. „Ich war der Vermittler zwischen zwei Weltklassespielern“, erzählt er. „Die Rivalität zwischen Brasilien und Argentinien – das war nicht immer einfach.“ Er betont, dass Simeone der beste Freund ist, den ihm der Fußball geschenkt hat, und dass er ihn regelmäßig in Madrid besucht. Ronaldo hingegen sei ein „Mann für sich“, dessen Talent Simoni nicht mit dem üblichen Trainingsplan in Einklang bringen konnte. „Heute, mit dem Blick eines Trainers, versteht er, dass nicht alle Talente gleich sind.“

Der stolz auf den sohn
Der stolzeste Moment in Colonnese’s Leben ist jedoch die Entwicklung seines Sohnes Lorenzo, der beim Viareggio 2025 mit Genoa brilliert. „Er spielt besser mit dem Ball als ich“, sagt er stolz. „Er ist elegant, wie es von einem modernen Verteidiger gefordert wird. Ich würde ihm raten, meinen Mut zu übernehmen, bösartig zu sein – im sportlichen Sinne – und niemals aufzugeben.“ Doch er warnt: „Das Instinkt, damit muss er vorsichtig sein.“
