Ewe baskets oldenburg: ernüchterung vor dem pokal-halbfinale in münchen
- Oldenburgs titelträume: ein rückblick und der blick nach vorn
- Klare niederlage in ulm: eine unerwartete pleite
- Personalprobleme und rotation: spasic schonte schlüsselspieler
- Ulm dominiert von anfang an: ein deutliches statement
- Chris clemons' glanzmomente: ein lichtblick in der niederlage
- Ulm feiert: klepeisz blickt nach vorn
- Pokal-aus für ulm, fokus auf die bundesliga
Oldenburgs titelträume: ein rückblick und der blick nach vorn
Es ist bereits elf Jahre her, dass die EWE Baskets Oldenburg einen Titelgewinn feiern konnten. Im Jahr 2015 sicherten sich die „Donnervögel“ im Finale gegen Bamberg den begehrten Basketball-Pokal. Nun steht die Mannschaft vor einer neuen Chance, ins Pokalendspiel einzuziehen – beim „BMW Top Four“ in München am kommenden Samstag. Dort trifft man auf ein starkes Team: Alba Berlin (19 Uhr, Dyn). Doch die Generalprobe für dieses wichtige Spiel verlief alles andere als ideal.

Klare niederlage in ulm: eine unerwartete pleite
Der Tabellenzehnte der Easycredit BBL kassierte eine deutliche Niederlage beim Vizemeister Ratiopharm Ulm – das Ergebnis lautete 72:101 (32:52). Nach acht Siegen in den letzten neun Spielen war dies ein Rückschlag für die Moral. Die Ulmer zeigten von Beginn an eine beeindruckende Leistung und ließen Oldenburg keine Chance. Es war die höchste Niederlage der Oldenburger unter Trainer Lazar Spasic.

Personalprobleme und rotation: spasic schonte schlüsselspieler
Trainer Lazar Spasic (33) entschied sich, zahlreiche Stars zu schonen. Neben dem Langzeitverletzten Filip Stanic fehlten auch die angeschlagenen Michale Kyser und Dakarai Tucker. Zudem wurde James Woodard freigestellt, da er Anfang der Woche Vater geworden war. Routinier Seth Hinrichs spielte mit einer deutlichen Verletzung am Auge. „Das Wichtigste für uns war, Kampfgeist zu zeigen“, so Spasic im Interview mit Dyn.
Ulm dominiert von anfang an: ein deutliches statement
Die Mannschaft von Trainer Ty Harrelson (45) war nach der überraschenden Niederlage gegen Rasta Vechta sichtlich motiviert, Wiedergutmachung zu leisten. Vor 5652 Fans spielten die Ulmer besser, holten mehr Rebounds und zeigten mehr Entschlossenheit. Bereits nach dem ersten Viertel war die Partie durch ein 31:8 für Ulm vorentscheidet.
Chris clemons' glanzmomente: ein lichtblick in der niederlage
Auch wenn Oldenburg insgesamt unterlegen war, sorgte Chris Clemons (28) für einige Glanzmomente. Der 1,75 Meter große Amerikaner traf spektakuläre Dreier und erzielte allein im dritten Viertel 20 Punkte. Am Ende verbuchte er 8 von 12 Dreiern (66,7 Prozent) und insgesamt 37 Zähler. Seine individuelle Leistung konnte jedoch die Niederlage nicht verhindern.
Ulm feiert: klepeisz blickt nach vorn
Bester Ulmer war Mark Smith (26) mit 19 Punkten. Nach dem Schlusssignal feierte das gesamte Team mit dem Hasen-Maskottchen „Spass“ vor den begeisterten Fans. Das Urgestein Tommy Klepeisz (34) sagte: „Wir hatten diese Saison viele Höhen und Tiefen. Heute haben wir unser volles Potenzial gezeigt.“
Pokal-aus für ulm, fokus auf die bundesliga
Ulm war im Pokal bereits im Achtelfinale gegen Alba Berlin ausgeschieden. Nach dem unglücklichen Aus im EuroCup kann sich die Mannschaft nun voll auf die Bundesliga konzentrieren. Die EWE Baskets Oldenburg müssen die Niederlage abschütteln und sich auf das entscheidende Halbfinale gegen Alba Berlin vorbereiten. Die Frage ist, ob sie trotz der aktuellen Form und der personellen Probleme wieder zu alter Stärke finden können.