Eva lys stolpert erneut: charleston-debakel festigt ihre startflaute

Die Zah sind längst keine Pechsträhne mehr, sondern ein Muster: Eva Lys verlässt Charleston ohne Satzgewinn, ohne Selbstvertrauen – und ohne Antwort auf die Frage, wann endlich wieder ein Match klappt.

Knie gepflegt, nerven blank

Knie gepflegt, nerven blank

7:5, 2:6, 0:6 lautet die brutal ehrliche Bilanz gegen Katie Volynets. Die Hamburgerin startete engagiert, schlug sich 58 Minuten lang auf Augenhöhe, kassierte dann aber neun Games in Serie und wirkte auf dem grünen Sand wie jemand, der vergessen hat, wie man gewinnt. Die Knieverletzung nach den Australian Open ist abgeheilt, die mentale Narbe offen.

Lys war die einzige deutsche Hauptfeldkarte in South Carolina – ein Druck, den sie offensichtlich nicht in Punkte umwandeln kann. Drei Turniere, drei Erstrunden-Niederlagen seit ihrer Rückkehr, Satzgewinne: null. Die einstige Top-100-Routinierin rutscht nach unten, während ihre Altersklasse sich nach oben orientiert.

Was bleibt, ist der nüchterne Blick auf die Statistik: 24 Jahre alt, Weltranglistenplatz 141 – und ein Saisonstart, der sie in die Nähe der Qualifikationstür drängt. Das Coachingteam um Vater und Bundestrainer wird die nächsten Wochen nutzen müssen, um das Fundament neu zu vermessen. Denn der Turnierkalmer wird gnädig sein, die Gegner nicht.