Europameisterschaft u17: spanien verpasst chance gegen frankreich

Ein bitterer Rückschlag für die spanische U17-Nationalmannschaft: Im zweiten Gruppenspiel der Europameisterschaft unterlag das Team von Mila Martínez Frankreich mit 0:1. Ein glücklicher Sieg für die Equipe Tricolore, der die Ambitionen Spaniens auf den Einzug ins Halbfinale und damit ins WM-Qualifikationsturnier ernsthaft gefährdet.

Die französische physis entscheidet die partie

Von Beginn an machte Frankreich dem Spiel seinen Stempel auf. Die körperliche Überlegenheit und die taktische Disziplin der Franzosen neutralisierten die spielerische Qualität und die Intensität, die Spanien in die Begegnung brachte. Mila Martínez reagierte mit drei personellen Veränderungen im Vergleich zum Debüt gegen Finnland, brachte Maddi Martín, Elena Vizuete und Carlota Chacón ins Spiel. Letztere, als Spielführerin nach abgesessener Sperre wieder dabei, hatte in den ersten Minuten bereits mit einem cleveren Zuspiel für Gálvez die Möglichkeit, die Führung zu markieren – die französische Torhüterin Dekyndt war jedoch aufmerksam.

Auch Vizuete bereitete kurz darauf eine vielversprechende Chance für Chacón vor, deren Abschluss jedoch zu zentral war und von Dekyndt problemlos pariert werden konnte. Die Franzosen verteidigten unnachgiebig und ließen Spanien kaum Raum zur Entfaltung. Das Spiel war intensiv, teilweise sogar hart, und Spanien suchte vor allem über die Außenbahnen nach Lücken in der französischen Abwehr. Ein Pfiff der Schiedsrichterin verhinderte in der Schlussphase einen möglichen Elfmeter für Spanien, als Mayra Ferreira im Zweikampf mit María Aymerich zu Fall kam.

Ein einziger fehler entscheidet das spiel

Ein einziger fehler entscheidet das spiel

Die zweite Hälfte begann mit dem Einwechslungsversuch von Candela Rodríguez, doch dann kam der Schock für Spanien: Ein Ballverlust im Spielaufbau ermöglichte es Dienebeou Niakaté, den Ball zu filzen und Mehisane Zidi in Szene zu setzen. Zidi ließ sich nicht zweimal bitten und traf mit einem präzisen Torschuss zur Führung für Frankreich. Sofort reagierte Spanien mit der Einwechslung von Carolina Ferrera und Abril Díaz, gefolgt von Rocío Elaine, um das Spiel wieder zu drehen.

Chacón zeigte weiterhin ihr Engagement und erzielte zwei gefährliche Angriffe, die jedoch durch die starke Abwehrarbeit Frankreichs und insbesondere durch die Allgegenwart von Niakaté zunichte gemacht wurden. Spanien fand kaum Mittel, Dekyndt ernstlich zu gefährden. Im Nachspielzeit verhinderte Antía Veiga in einer Einzelaktion gegen Rachael Adedini den höheren Rückstand, während ein Handspiel von Mayra Ferreira nach einem Schuss von Candela Rodríguez von der Schiedsrichterin übersehen wurde. Die verpasste Chance auf den Gruppensieg ist schmerzhaft.

Nun muss die spanische U17 am kommenden Montag gegen Polen gewinnen, um zumindest noch die Chance auf das Halbfinale und die WM-Qualifikation zu wahren. Das wird eine schwere Aufgabe, die von einer deutlichen Leistungssteigerung zeugen muss. Die Franzosen haben gezeigt, dass Physis und taktische Disziplin gegen spielerische Klasse und Intensität entscheidend sein können – eine Lektion, die Spanien nun beherzigen muss, wenn es seine EM-Träume nicht endgültig begraben möchte.