Real sociedad: matarazzo lobt kampfgeist, beklagt abwehrschwächen
San Sebastián – Ein wildes, abwechslungsreiches Spiel endete mit einem 2:2 zwischen Real Sociedad und Betis Sevilla. Trainer Pellegrino Matarazzo zeigte sich nach dem Remis zufrieden mit der kämpferischen Reaktion seiner Mannschaft, konnte aber die wiederholten Abwehrfehler und die vergebenen Chancen nicht ignorieren. Die Partie offenbarte sowohl Stärken als auch Schwächen der baskischen Elf.
Die reaktion zählt, die defensive muss her
Nach einem 0:2-Rückstand zeigte die Real Sociedad Moral und verschaffte sich Möglichkeiten zum Ausgleich. “Ich bin zufrieden mit dem, wie wir das Spiel beendet haben”, erklärte Matarazzo. “Wir haben in der ersten Halbzeit eine gute Leistung gezeigt, aber durch unnötige Fehler, die zu hochkarätigen Chancen für Betis führten, in Rückstand geraten. Selbst nach dem 0:2 hatten die Spieler den Willen zu gewinnen – das war wichtig.”
Die zahlreichen Torchancen, die seine Mannschaft kreierte, bewertete der Coach positiver als die mangelnde Effizienz im Abschluss. “Wir waren nicht sehr effektiv, aber ich bin froh, dass wir weiter versucht haben, in den Strafraum zu gelangen und Chancen zu kreieren. Das ist entscheidend, um den Glauben aufrechtzuerhalten und weiter nach vorne zu agieren.” Die Tatsache, dass zwei Treffer aufgrund von Abseitsstellungen annulliert wurden, zwei zum Ausgleich fielen und eine weitere Chance auf den Sieg vergeben wurde, zeugt von der Intensität des Spiels.
Matarazzo betonte, dass er die Defensive verbessern müsse. “Wenn wir in Rückstand geraten, ist mir die ‘Verrücktheit’ recht, solange wir versuchen, das Spiel zu verändern und zu gewinnen. Aber es ist klar, dass wir stabiler in der Verteidigung sein müssen, um weniger Gegentore zu kassieren. Gerade in der zweiten Halbzeit der Liga haben wir uns zu leichtfertig angestellt, und das hat uns in unsere aktuelle Tabellenposition gebracht.”

Óskarsson überzeugt und harmoniert mit oyarzabal
Ein besonderer Lichtblick war der isländische Mittelfeldspieler Óskarsson. “Wir haben seine Qualität schon immer erkannt”, lobte Matarazzo. “Im Januar oder Februar, als er nur 20 Minuten spielte, hat er die Spiele verändert. Jetzt spielt er 90 Minuten und erzielt auch Tore. Wichtig ist, dass er keine körperlichen Probleme hat und sich weiter verbessert – er hat viel Potenzial.” Das Zusammenspiel mit Mikel Oyarzabal scheint ebenfalls vielversprechend. “Ja, mir gefällt, was sie zusammen machen.”
Die Partie demonstrierte einmal mehr, dass die Real Sociedad zwar über eine beeindruckende Offensive verfügt, aber defensiv noch Luft nach oben hat. Ob Matarazzo es schafft, die Abwehr zu stabilisieren und das volle Potenzial der Mannschaft auszuschöpfen, wird die kommenden Wochen zeigen. Der Kampfgeist ist da, die Taktik muss folgen.
