Europameister fäth beendet handballkarriere – abschied mit augenzwinkern
Ein Kapitel geht zu Ende: Steffen Fäth, der gebürtige Rheinländer und Europameister von 2016, hat seine Handballkarriere endgültig beendet. Nach einem kurzen Comeback bei seinem Heimatverein HSG Goldstein/Schwanheim hängt der 36-Jährige nun endgültig die Schuhe an den Nagel – und blickt mit einem Augenzwinkern auf seine beeindruckende Laufbahn zurück.
Von der bundesliga zum kindertraining: fäths neue leidenschaft
„Irgendwann muss man sagen, so – jetzt ist auch gut“, erklärte Fäth in einem Gespräch mit der Frankfurter Neuen Presse. Seine Profikarriere hatte er bereits 2023 beendet, doch das Engagement bei Goldstein/Schwanheim gab ihm die Möglichkeit, den Spaß am Handball noch einmal zu erleben. „Das hat mich auch sehr glücklich gemacht, dass ich das noch mal machen konnte.“
Doch die Zukunft sieht für den ehemaligen Nationalspieler anders aus. Fäth, der bereits die weibliche D-Jugend seines Vereins trainiert, findet sichtlich Erfüllung im Umgang mit jungen Talenten. „Das Kindertraining macht mir wirklich sehr viel Spaß“, so der Ex-Star. Ob weitere Angebote im Handball-Bereich folgen werden, bleibt abzuwarten. „Andere Dinge sind natürlich auch im Bereich des Möglichen. Aber da muss man erst mal mit dem Verein sprechen.“
Seine Zeit im Profibereich war geprägt von Erfolg und zahlreichen Stationen. Fäth bestritt fast 400 Bundesliga-Spiele für die Rhein-Neckar Löwen, den VfL Gummersbach, die HSG Wetzlar, die Füchse Berlin und den HC Erlangen und erzielte dabei 1049 Tore. Neben dem EM-Titel mit der Nationalmannschaft durfte er sich auch über die Gewinnung der Olympia-Bronzemedaille in Rio de Janeiro freuen.
Die Entscheidung, seine Karriere zu beenden, sei ihm nicht leichtgefallen. „Ich war an einem Punkt, an dem der Spaß in der ein oder anderen Situation nachgelassen hatte“, gestand Fäth. „Deswegen war das für mich jetzt ein guter Zeitpunkt zu sagen, dass es jetzt reicht und ich mich um andere Dinge kümmern kann.“ Er widmet sich nun anderen Hobbys, wie beispielsweise dem Tennis – „Das hat ja im Grunde auch was mit einem, wenn auch etwas kleineren, Ball zu tun…“
Nach 30 Jahren Handball braucht es nun eine Pause. Fäth scheint sich auf das Durchatmen zu freuen und die Zeit zu nutzen, um neue Wege zu erkunden. Die Handball-Welt verliert einen ihrer prägenden Figuren, aber Fäth scheint bereit für das nächste Kapitel seines Lebens zu sein.

Ein abschied mit stil und ausblick
Steffen Fäth verlässt die Handballbühne mit Stil und einem Augenzwinkern. Seine Leistungen und sein Engagement werden in Erinnerung bleiben, während er sich neuen Herausforderungen stellt. Die Handballszene wird ihn vermissen, aber seine Freude am Sport wird er sicherlich in anderen Bereichen weiterleben lassen.
