Euroleague-drama: bayern demontiert milano – bologna kämpft, verliert!
München und Bologna lieferten am Donnerstagabend ein packendes EuroLeague-Doppelpack, der die deutsche und italienische Basketball-Szene gleichermaßen in Atem hielt. Während der FC Bayern München sich gegen virtus Bologna mit 85:80 durchsetzte, musste EA7 Emporio Armani Mailand eine bittere 96:102-Niederlage gegen Valencia Basket einstecken. Zwei Spiele, zwei unterschiedliche Geschichten – aber beide mit dem bitteren Nachgeschmack der verpassten Chance.
Bologna zeigt herz, scheitert an bayerns effizienz
Virtus Bologna stand vor der Aufgabe, den starken FC Bayern München herauszufordern. Und sie tat es mit großem Kampfgeist! Nach einem ausgeglichenen ersten Viertel, in dem Matt Morgan mit 15 Punkten für Bologna glänzte, entwickelte sich ein enges Spiel. Die Italiener drehten die Partie im zweiten Viertel und schlossen die erste Halbzeit nur knapp mit 43:43 ab. Doch Bayerns deutsche Präzision im Angriff und die starke Leistung von Mike (12 Punkte) und McCormack (24, Saisonbestwert) sorgten dafür, dass die Gastgeber die Partie kontrollierten. Die besseren Trefferquote von der Dreierlinie (38,5 % vs. 34,8 %) und die dominante Leistung an den Brettern machten den Unterschied.
Matt Morgan war mit 28 Punkten der herausragende Spieler Bolognas, aber auch seine zwei vergebenen Dreier im Schlussabschnitt wogen schwer. Edwards’ 0/7 von der Distanz trug ebenfalls zur Niederlage bei. Die vierte Niederlage in Folge ist ein harter Schlag für die ambitionierten Bologneser, doch die Moral scheint intakt – ein Zeichen, dass die Saison noch nicht abgewendet ist.

Milano patzt gegen valencia: play-in-hoffnungen schwinden
Für EA7 Emporio Armani Mailand war der Abend in Valencia ein Desaster. Nach einer zunächst ausgeglichenen Partie, in der LeDay (16 Punkte) und Brooks (20 Punkte) für Milano punkteten, kassierte das Team im dritten Viertel einen deutlichen Schock. Valencia, angeführt von Montero (25 Punkte) und Badio (20 Punkte), legte einen beeindruckenden 24:13-Run hin und übernahm die Kontrolle. Die Defensive Milanos ließ viel zu offen, und die Italiener fanden keine Antwort auf die aggressive Spielweise der Spanier.
Coach Poeta sprach nach dem Spiel offen über die schwierige Situation: „Unsere EuroLeague ist vorbei.“ Die Niederlage bedeutet einen weiteren Rückschlag im Kampf um die Play-In-Runde und wirft einen langen Schatten auf die weiteren Ambitionen des Teams. Die Verpflichtung von hochkarätigen Spielern scheint sich bisher nicht auszuzahlen, und die Konstanz bleibt ein Problem.
Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Valencia traf acht von 15 Dreiern in der ersten Halbzeit, während Milano lediglich sieben von elf traf. Der Unterschied im zweiten Durchgang war noch gravierender. Ein Beweis dafür, dass in der EuroLeague auch Kleinigkeiten über Sieg und Niederlage entscheiden können.
