Euroleague: gehaltsobergrenze zwingt top-klubs zur kasse!

Die EuroLeague-Vereine müssen sich anpassen: Das neue Financial Fairplay-System hat bereits erste Opfer gefordert. Panathinaikos, Olympiakos, Hapoel Tel Aviv und Anadolu Efes haben in der ersten Saison unter den neuen Regeln die Gehaltsobergrenze überschritten – ein deutliches Signal für die Disziplinierung der Top-Klubs.

Millionen-einsparungen für die einhaltungs-vorbilder

Die Summe der Gehaltsüberschreitungen beläuft sich auf 5,4 Millionen Euro, wie die EuroLeague in einer offiziellen Mitteilung bekannt gab. Das bedeutet, dass diese vier Vereine nun die Differenz unter den 15 Klubs ausgleichen müssen, die sich an die neuen Regeln gehalten haben. Jeder dieser Vorbilder erhält somit rund 363.000 Euro – ein willkommener finanzieller Schub.

Besonders ins Auge fällt dabei der Überschuss von Panathinaikos, der mit über 3 Millionen Euro am deutlichsten ausfällt. Anadolu Efes folgt mit 1,1 Millionen Euro, Hapoel Tel Aviv mit 1 Million und Olympiakos mit etwa 303.000 Euro. Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Die bisherige Gehälterpolitik führte in die roten Zahlen.

Villeurbanne im abseits: mindestgehalt verfehlt

Villeurbanne im abseits: mindestgehalt verfehlt

Doch es gibt auch einen weiteren Aspekt: Avel Villeurbanne steht vor einem anderen Problem. Der Klub, in dem Tony Parker Anteile hält, konnte das vom Verband vorgegebene Mindestgehalt von 5,8 Millionen Euro nicht erreichen. Das Resultat: Der Verein muss nun die fehlenden 1,3 Millionen Euro auf die Spielerverteilung umlegen. Ein herber Schlag für die ambitionierten Franzosen.

Die Konsequenzen für Villeurbanne sind gravierend. Neben der Verpflichtung zur Aufstockung der Spielergehälter wurde der Verein mit einer Geldstrafe von 25.000 Euro belegt und darf derzeit keine neuen Spieler oder Trainer registrieren, bis die Zahlungsverpflichtungen erfüllt sind. Eine Situation, die die sportliche Planung erheblich erschwert.

Zukunftsperspektiven: strengere regeln für die kommenden jahre

Zukunftsperspektiven: strengere regeln für die kommenden jahre

Die EuroLeague plant bereits die nächsten Schritte zur weiteren Festigung des Financial Fairplays. Ab der Saison 2026/2027 soll die durchschnittliche Einnahme der Top-Klubs als Grundlage für die Gehaltsobergrenze herangezogen werden – ein Anstieg um 14 Prozent auf 22,3 Millionen Euro ist geplant. Das bedeutet höhere Mindestgehälter und strengere Limits für die Top-Vereine.

Der Finanzvorstand der EuroLeague, Xavi Puyada, äußerte sich optimistisch: