Euroleague: deal mit der nba steht bevor – revolution für den europäischen basketball!
Die EuroLeague steht vor einem Wendepunkt. Nach jahrelangen internen Querelen und zögerlichen Verhandlungen hat der Vorstand gestern überraschend das Go-Ahead für Gespräche mit der NBA über eine mögliche strategische Partnerschaft gegeben. Das könnte die Zukunft des europäischen Basketballs grundlegend verändern.
Neues modell für die top-clubs: franchises mit zukunftsperspektive
Die Entscheidung des Boards unterstreicht die Geschlossenheit der 13 Gesellschaftervereine, darunter auch die deutsche Mannschaft Alba Berlin. Das bisherige System wird überholt: Ab kommenden Saisons werden die Clubs mit einer zehnjährigen Lizenz zu permanenten Franchises. Das bedeutet mehr Stabilität und langfristige Planungssicherheit für die Top-Teams.
Doch damit nicht genug. Im Juli soll die Liga ihre Pforten für weitere ambitionierte Klubs öffnen – gegen eine entsprechende Gebühr. Neben etablierten Namen wie Virtus Bologna, Partizan Belgrad und Valencia Basket haben auch Klubs aus Dubai, Paris und Tel Aviv Interesse bekundet. Und dann gibt es die Überraschung: Auch Vertreter aus London und Rom haben sich bereits mit Interesse gemeldet – darunter sogar neue, noch nicht existierende Teams, die von erfahrenen Gestalten wie Donn Nelson und Paul Matiasic vorangetrieben werden. Diese ambitionierten Projekte könnten die Liga noch attraktiver machen.

Supercup und neue einnahmen: fenerbahce sichert sich langfristige vorteile
Neben der Expansion steht auch die Reform des Wettbewerbsformats im Raum. Geplant ist ein Supercup-ähnliches Turnier zu Beginn der Saison, in dem sich die Sieger der EuroLeague und EuroCup messen. Die EuroCup soll zudem stärker an die nationalen Ligen angebunden werden, wobei mindestens zehn Teams über ihre Leistungen in ihren heimischen Ligen qualifiziert werden sollen – ein wichtiger Schritt, um die Verbindung zum nationalen Wettbewerb zu stärken. Ein entscheidender Punkt der gestrigen Verhandlungen war die neue Einnahmensplittung: 65 Prozent der TV-Einnahmen gehen künftig an die Klubs des jeweiligen Landes, während die restlichen 35 Prozent gleichmäßig auf alle Teams verteilt werden. Zusätzliche Einnahmen werden zu 75 Prozent anhand sportlicher Erfolge, historischer Leistungen und Fan-Engagement verteilt, der Rest fließt als Ausgleichsgeld an alle Teams.
Die Verhandlungen mit der NBA stehen im Fokus der kommenden Wochen. Ein Treffen zwischen EuroLeague, NBA und FIBA ist bereits für den 28. April in Genf angesetzt. Chus Bueno, CEO der EuroLeague, äußerte sich optimistisch: „Die NBA hat das Geld, wir haben die Mannschaften. Wir haben keine Angst.“ Ob eine gemeinsame Liga oder eine strategische Partnerschaft daraus entstehen wird, bleibt abzuwarten. Fest steht: Die Zukunft des europäischen Basketballs steht zur Diskussion – und die EuroLeague ist bereit, neue Wege zu gehen.
