Englische wm-generalprobe unterbrochen: blitzschlag wirft schatten auf wm-pläne

Orlando – Ein spektakuläres Gewitter hat die englische Nationalmannschaft in ihrer Generalprobe für die WM in Orlando gehörig aus dem Konzept gebracht. Blitzeinschläge in unmittelbarer Nähe des Stadions führten zu einer einstündigen Spielunterbrechung und lassen Teammanager Thomas Tuchel bereits jetzt auf weitere Wetterkapriolen während des Turniers spekulieren.

Tuchel warnt: „ein vorgeschmack auf das, was kommen kann“

Tuchel warnt: „ein vorgeschmack auf das, was kommen kann“

Das Testspiel gegen Costa Rica, das England schließlich mit 3:0 gewann, sollte eigentlich ein wichtiger Härtetest vor dem großen WM-Auftritt sein. Doch die Naturgewalten hatten andere Pläne. Die Fans, die sich bereits im Stadion versammelt hatten, mussten evakuiert werden, um sich in den gesicherten Bereichen des Stadions in Sicherheit zu bringen. Ein Szenario, das Tuchel nach dem Spiel kommentierte: „Wir waren uns der Situation bewusst – jetzt haben wir sie erlebt. Es ist kein Problem, solange wir cool bleiben.“ Tuchel betonte die Professionalität seines Teams: „Wir haben es im Hotel bemerkt und waren vorbereitet. Eine halbe Stunde später im Bus, und dann geht’s los.“

Die Verzögerung wirft Fragen auf, wie die Organisatoren der WM mit ähnlichen Wetterlagen umgehen werden. Bereits bei der Klub-WM im vergangenen Jahr gab es in den USA mehrfach Spielverzögerungen aufgrund von Gewittern. Auch in der WM-Vorbereitung sorgte das Wetter für Unruhe, beispielsweise beim Testspiel zwischen Saudi-Arabien und Puerto Rico, das vor fast zwei Stunden unterbrochen werden musste.

England ließ sich nicht beirren:Trotz der widrigen Umstände zeigte das Team von Kapitän Harry Kane (der zwar ohne Tor blieb und in der 63. Minute ausgewechselt wurde) eine souveräne Leistung. Declan Rice brachte die Three Lions in der neunten Minute in Führung, Anthony Gordon erhöhte den Spielstand per Elfmeter in der 68. Minute, und Ollie Watkins stellte den Endstand in der 87. Minute her. Die Mannschaft bewies Nervenstärke und Kaltschnäuzigkeit angesichts der chaotischen Umstände.

Die FIFA steht nun vor der Herausforderung, einen Plan B für den Fall von weiteren Unwettern zu entwickeln, um den reibungslosen Ablauf des Turniers zu gewährleisten. Die Augen sind auf Katar gerichtet, wo die WM stattfinden wird, und die Organisatoren müssen sich darauf vorbereiten, dass die Natur auch die besten Pläne durchkreuzen kann.