England stolpert gegen ghana: schweinsteiger kritisiert schwache leistung

Schalke – Die englische Nationalmannschaft hat in ihrem zweiten Gruppenspiel der WM 2026 gegen Ghana eine bittere Pille verschluckt. Ein müdes 0:0 gegen ein defensiv eingestelltes Ghana ließ die Erwartungen an das Team von Thomas Tuchel zerschlagen und sorgte für Entsetzen in der englischen Anhängerschaft.

Einleitung ins nichts: englands offensive versagt

Die Leistung der Three Lions war von Beginn an erschreckend. Bastian Schweinsteiger, der als Experte für den Fernsehsender ARD im Einsatz war, ließ wenig Gutes an der Vorstellung des Teams: „Die erste Halbzeit war schlichtweg inakzeptabel. Da fehlte jeglicher Zug, jeglicher Wille.“ Das Passspiel von hinten war zu ungenau, es fehlte der entscheidende Pass, der die Angriffsketten in Szene setzen konnte. „Das große Problem war heute eindeutig das Spiel mit dem Ball“, so Schweinsteiger.

Tuchel selbst zeigte sich nach dem Spiel frustriert. Die vorgegebene Torchance, die Harry Kane vergab, nagte an ihm: „Harry hätte den machen müssen. Wir hatten Chancen, normalerweise nutzen wir welche. Es war ein Geduldsspiel, sie haben noch defensiver gespielt als im ersten Spiel.“ Der verpasste Elfmeter wirkte sich zusätzlich auf die Stimmung aus. Schweinsteiger erklärte Kanes Fehlversuch: „Den macht er normalerweise. Er wollte ihn sauber mit dem Spann treffen, hat aber Rückenlage und dann geht er drüber.“

Trinkpausen als spielflussbrecher? tuchel wettert

Trinkpausen als spielflussbrecher? tuchel wettert

Ein weiterer Punkt, der Tuchel sichtlich auf die Nerven ging, waren die häufigen Trinkpausen während des Spiels. „Die stören den Spielfluss“, klagte der deutsche Coach. Ob diese Unterbrechungen tatsächlich einen wesentlichen Einfluss auf das Spiel hatten, bleibt abzuwarten, doch die Kritik des Trainers unterstreicht die angespannte Atmosphäre im englischen Lager.

Die zweite Halbzeit bot zwar leichte Besserungen durch die Einwechslungen, doch insgesamt war die Leistung zu schwach. Schweinsteiger war unerbittlich: “Insgesamt war das einfach zu wenig.” Die Parallelen zur WM 2006, als auch England mit hohen Erwartungen in das Turnier ging und frühzeitig scheiterte, sind deutlich erkennbar. Ob Tuchel aus den Fehlern der Vergangenheit lernen kann und das Team schnell wieder in die Spur bringt, wird die nächste Partie entscheiden. Die Fans fordern jetzt eine Reaktion – und zwar deutlich mehr als nur ein 0:0 gegen Ghana.

Die Diskrepanz zwischen den Erwartungen an ein englisches Nationalteam und der gezeigten Leistung ist eklatant. Es bleibt abzuwarten, ob Tuchel die Kurve bekommt und England noch eine Chance im Turnier hat. Die Welt schaut zu.