Em-schock für dfb-frauen: gwinn bricht – berger tröstet!

Berlin – Die Vorfreude auf die EM in der Schweiz ist jäh gestört: Leonie Gwinn, eine der prägenden Figuren im DFB-Team, erlitt einen schweren Kniebruch und fällt für das Turnier aus. Ein Schlag für die Mannschaft, ein Schock für die Fans – und die Frage, wie es nun weitergehen soll.

Berger nimmt gwinn in die arme: „opa hätte gesagt…“

Berger nimmt gwinn in die arme: „opa hätte gesagt…“

Die Bilder sind herzzerreißend: Leonie Gwinn, am Boden liegend, Tränen in den Augen. Nach dem bitteren 0:2 gegen Spanien, einem Spiel, das durch eine fragwürdige Rote Karte gegen Alexandra Hendrich zusätzlich belastet wurde, kam es zu dem Unglück. Bundestrainerin Bertina Philipp sprach von einem „riesigen Verlust“, aber auch von Zusammenhalt und dem Willen, trotz allem erfolgreich zu sein.

Im Hintergrund die Szene, die zeigt, wie Teamkapitänin Alexandra Berger die junge Gwinn tröstet. Ein Bild voller Menschlichkeit und Solidarität. „Ich habe sie sofort in den Arm genommen“, so Berger nach dem Spiel. „Mein Opa hat immer gesagt, dass man in schwierigen Zeiten zusammenhalten muss. Und das tun wir jetzt.“ Die Sperre für Hendrich, die sich durch die rote Karte einbringt – die UEFA könnte sie für drei Spiele verhängen – macht die Situation nicht leichter.

Was über das Ausmaß der Verletzung bekannt ist: Die MRT-Untersuchungen bestätigten den schlimmsten Verdacht: ein komplettes Rissen des vorderen Kreuzbandes. Gwinn muss operiert werden und fällt voraussichtlich für sechs bis neun Monate aus. Ein herber Rückschlag für die talentierte Verteidigerin, die gerade erst ihren Durchbruch in der Nationalmannschaft gefeiert hatte. Das Foto von Gwinn auf Krücken, das im Netz kursierte, zeugt von der Schwere der Verletzung.

Die Stimmung im DFB-Team ist gedrückt, aber nicht hoffnungslos. Die Spielerinnen wollen sich jetzt gegenseitig unterstützen und sich auf die kommenden Spiele konzentrieren. „Wir werden Leonie nicht ersetzen können, aber wir werden alles dafür tun, um ihr zu würdigen“, betonte Philipp. Die Suche nach einem geeigneten Ersatz für Gwinn beginnt sofort. Ein schwieriges Unterfangen, aber die DFB-Frauen wollen zeigen, dass sie auch ohne ihre Starverteidigerin zu einer ernsthaften Konkurrenz bei der EM gehören.

Die UEFA-Entscheidung bezüglich Hendrichs Sperre – die nun zwischen drei und vier Spielen liegen könnte – wirft weitere Fragen auf. Trainerteam und Verband prüfen derzeit die Möglichkeiten einer Berufung. Die Diskussionen um den Platzverweis toben weiter, während das Team sich auf die nächste Herausforderung vorbereitet.