Eliaschs absurdität: fis-präsident kämpft um job – mit georgischer staatsbürgerschaft!
Ein Skandal erschüttert die Welt des alpinen Sports: Johan Eliasch, der umstrittene Präsident des Internationalen Ski-Verbands (FIS), klammert sich mit allen Mitteln an sein Amt – und wählt dafür einen Weg, der selbst eingefleischte Skifans den Kopf schütteln lässt. Mit der überraschenden Annahme der georgischen Staatsbürgerschaft versucht er, sich erneut zur Wahl stellen zu lassen, während der Deutsche Skiverband (DSV) Alarm schlägt und von einer „Katastrophe“ warnt.
Ein präsident ohne rückhalt
Eliaschs Karriere verlief in den letzten Jahren alles andere als reibungslos. Schon während seiner erfolglosen Kandidatur als IOC-Präsident hatte er mit fragwürdigen Strategien für Aufsehen gesorgt. Nun setzt er auf ein überraschendes Manöver: Da ihm weder Schweden noch Großbritannien die notwendige Unterstützung gewähren, winkt er der georgischen Staatsbürgerschaft zu – eine Entscheidung, die viele als reine Lachnummer empfinden. Der Kaukasus scheint seine letzte Bastion zu sein.

Finanzen im chaos, vertrauen verspielt
Doch Eliasch's Probleme liegen tiefer als nur die fehlende Unterstützung seiner Heimatländer. Sein wirtschaftliches Management während seiner bisherigen Amtszeit wird von heftiger Kritik begleitet. Das Vermögen der FIS soll unter seiner Führung von imposanten 130 Millionen auf magere 43 Millionen Franken geschrumpft sein – eine erschreckende Bilanz, die von Athletensprecher AJ Ginnis aufgedeckt wurde. Der Rücktritt des langjährigen FIS-Geschäftsführers Urs Lehmann, einst selbst unterlegener Präsidentschaftskandidat, unterstreicht die tiefe Krise des Verbands.
„Lehmanns Rücktritt spricht Bände“, so DSV-Vorstand Stefan Schwarzbach. „Wenn selbst der Steuermann, der die Entwicklung der vergangenen Jahre aus nächster Nähe begleitet hat, eine dringende finanzielle Kurskorrektur fordert, dann sollten bei allen Delegierten die Alarmglocken läuten.“ Die Situation ist kritisch, und die großen Ski-Nationen – darunter Deutschland, Österreich, Schweden, die USA und Norwegen – stehen geschlossen hinter einem der vier Gegenkandidaten.

Shiffrins klare worte: „für die athleten einsetzen!“
Auch Alpin-Superstar Mikaela Shiffrin äußert sich deutlich besorgt. „Vieles, was die aktuelle FIS-Führung versprochen hat, wird nicht umgesetzt“, kritisiert sie. „Ich hoffe, dass die zukünftige Präsidentin oder der zukünftige Präsident sich wirklich für die Athleten einsetzt und unsere Leistungen durch Transparenz und Ehrlichkeit wertschätzt.“ Ihre Worte treffen den Nerv der Zeit und unterstreichen den dringenden Bedarf an einer grundlegenden Erneuerung des FIS.

Die drohung: verbandskrise und eigenmächtigkeit
Sollte Eliasch wider Erwarten im Amt bleiben, droht der FIS eine Spaltung. Die großen Ski-Nationen könnten sich vom Weltverband lossagen und Top-Veranstaltungen wie Wengen oder Kitzbühel eigenverantwortlich organisieren – ein Szenario, das Diego Züger, Geschäftsführer des Schweizer Verbandes, mit den Worten fasst: „Dann fahren wir mit 180 km/h gegen eine Wand.“ Eliasch würde kaum gleichwertigen Ersatz finden, insbesondere nicht in seiner neuen Heimat Georgien.
Die kommenden Tage werden entscheidend sein. Der FIS-Kongress in Belgrad wird zeigen, ob die Athleten und Verbände es schaffen, den Kurswechsel zu erzwingen und die Zukunft des Skisports zu sichern.
