El mala liegt flach, kwasniok zittert vor dem derby

Said El Mala fehlt. Nicht nur beim Training, möglicherweise auch am Samstag im Rheinderby. Die neun Tore des 19-Jährigen haben den 1. FC Köln bisher über Wasser gehalten – nun droht er genau dann auszufallen, wenn es gegen Borussia Mönchengladbach um alles geht.

Krankmeldung trifft den tabellenzwerg ins mark

Krankmeldung trifft den tabellenzwerg ins mark

El Mala meldete sich krank, Jakub Kaminski, Fynn Schenten und Florian Kainz trainierten individuell. Ein Schlag auf den Fuß hier, ein Sprunggelenk da – alles nur Blessuren, aber summiert wird es zum Personaldrama. Lukas Kwasniok hat schon genug Baustellen, seine Mannschaft steht einen Punkt über dem Relegationsplatz, die Länderspielpause danach birgt die Chance auf Atem – oder den finalen Sturz.

Der Stürmer, der sich mit Brighton & Hove Albion laut Bild-Zeitung bereits auf einen Premier-League-Wechsel geeinigt haben soll, spielt neben dem Abstiegskampf auch um seinen Platz im deutschen Olympia-Kader. Julian Nagelsmann beobachtet, El Mala träumt. Doch wer krank im Derby fehlt, schadet sich doppelt: dem Klub und der eigenen Reputation.

Köln gewann nur eines der letzten sieben Heimspiele. Das 1:1 in Hamburg war ein Aufbäumen, mehr nicht. Ohne ihren Topscorer droht den Geißböcken die vorletzte Bluffnummer vor dem Abstieg. Die Gladbacher reisen mit drei Siegen im Gepäck an, die Fohlen haben den FC schon öfter in die Tiefe getreten.

Am Freitag entscheidet sich, ob El Mala doch noch aufläuft. Die Mediziner arbeiten im Akkord, Kwasniok plant mit zwei Aufstellungen. Eine mit, eine ohne ihren Hoffnungsträger. Die Fans wittern Verrat – Wechselgerüchte plus Verletzung plus Derby: das perfekte Feuilleton. Am Samstag um 15.30 Uhr steht Köln auf dem Rasen, aber auch auf dem Prüfstand. Ein Punkt Vorsprung reicht nicht zum Atmen, er reicht nur zum Zittern.