Ekitiké bricht weg, anfield schweigt: liverpools hoffnung liegt am boden

Ein Satz hallt durch die Nacht von Anfield: „Das sieht gar nicht gut aus.“ In der 27. Minute rutschte Hugo Ekitiké auf dem nassen Rasen aus, sein Knöchel klappte weg, der Franzose schrie, die Arena verstummte. Statt 0:2 aufzuholen, zählte Liverpool plötzlich nur noch Gebete.

Kein gegner, nur ein geräusch

Der Stürmer wollte eine Flanke kontrollieren, trat ins Leere, und das Knacken war selbst in der oberen Reihe zu hören. Marquinhos hielt seine Hand, Alisson wandte den Blick ab. Die Sanitäter eilten heran, die Trage kam, Mohamed Salah sprang ohne Aufwärmen ein. Was als Champions-League-Wunder begann, endete in einem Moment, der sich wie ein Spoiler liest.

Experte Alan Shearer bei Prime: „Er zeigt auf die Achillessehne. Wenn die reißt, fällt er ein Jahr aus.“ Kollege Stephen Warnock ergänzt: „Er versuchte aufzustehen, das Bein versagte sofort.“ Die ersten Untersuchungen am Spielfeldrand deuten auf einen Band- oder Sehnenriss hin, die endgültige Diagnose folgt in der Nacht im Walton Centre.

Psg trifft es zehn minuten später

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Der Gegner hatte keine Zeit für Schadenfreude. Nuno Mendes zog sich ohne Kontakt einen Oberschenkelriss zu, Lucas Hernández übernahm. Beide Teams mussten ihre Taktik umwerfen, beide Fanlager sangen trotzdem weiter – aus Reflex, aus Verzweiflung.

Für Liverpool bleibt die Rechnung hart: Ein Tor reicht nicht, sie brauchen drei, und jetzt fehlt ihnen auch noch der einzige klassische Neuner im Kader. Jürgen Klopp stand an der Seitenlinie, kaute eine ganze Packung Kaugummi leer, als wollte er das Schicksal in Geschmacksrichtung „Pfefferminze“ ertränken.

Die Uhr läuft, das Spiel endet 1:2. Die Saison des 21-jährigen Franzosen ist wahrscheinlich vorbei, die Champions-League-Träume der Reds hängen an einem seidenen Faden. Anfield verabschiedet sich mit einem Applaus, der mehr klingt wie ein Abschied. Die Nacht gehört nicht den Toren, sondern dem Knacken eines Gelenks – und dem Schweigen danach.