Eislöwen-dresden: abriss statt wunder – del2-rückkehr ist beschlossene sache

Die Dresdner Eislöwen werden nach nur 365 Tagen Oberliga-Luft wieder runter aufs DEL2-Parkett fallen. Kein Wunder, kein Playoff-Strohhalm, keine Lizenz-Hoffnung – nur harte Realität. Sportdirektor Jens Baxmann sagt es offen: „Wir planen nur die zweite Liga.“

Kein plan b: kader-gerüst steht, import-lizenzen offen

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Baxmann, erst im Januar aus Lausitz gekommen, hat die Personal-Rohbaustelle schon abgesteckt. Junge deutsche Cracks sollen kommen, Import-Plätze sind noch variabel – weil die Gehaltsmaschine nicht wieder überdreht. Die 98-prozentige Auslastung der Eisarena am Ostragehege rettet nicht die Tabelle, aber die Kasse. Geschäftsführer Maik Walsdorf zieht die Bilanz: „Wirtschaftlich eine gute Rolle in der DEL2 spielen“ – mehr ist dieses Jahr nicht drin.

Die letzte Heim-Pleite gegen Frankfurt (4:6) war kein Abstiegsdrama mehr, sondern ein Tränen-Nachspiel. Walsdorf vor laufender Kamera: „Viele hatten Tränen in den Augen“ – wegen der Treue der Fans, nicht wegen der Tore. Die Sektion „Aufstieg“ bleibt vorerst geschlossen; das Schwergewicht Düsseldorfer EG ist schon raus aus den Playoffs und blockiert nächste Saison ebenfalls die DEL2.

Dresden will sich nicht verstecken. Der Absturz ist offiziell, aber die Maschine läuft schon wieder warm. Wer nächste Saison in der Elbestadt Eishockey sehen will, muss sich auf Zweitliga-Niveau einstellen – mit dem festen Vorsatz, dass der Aufstieg irgendwann kein Wunder mehr ist, sondern Plan.