Eishockey-schock: kreis nach wm-debakel entlassen!

Ein Schock für das deutsche Eishockey: Nur wenige Tage nach dem desaströsen WM-Auftritt in Zürich hat der Deutsche Eishockey-Bund (DEB) die Trennung von Bundestrainer Harold Kreis bekannt gegeben. Der 67-Jährige, dessen Vertrag eigentlich noch bis 2027 galt, muss das Amt mit sofortiger Wirkung verlassen. Die Suche nach einem Nachfolger für die Heim-WM im nächsten Jahr beginnt nun von vorn.

Ein kapitel endet: kreis' amtszeit in der kritik

Die Entscheidung des DEB ist wenig überraschend. Die jüngste WM war bereits die dritte Enttäuschung in Folge für das deutsche Team unter Kreis. Ein zehnter Platz in der Endabrechnung und das frühe Aus in der Vorrunde waren das bittere Ergebnis eines Turniers, das kaum positive Akzente setzen konnte. Zuvor waren die Olympischen Spiele in Italien ebenfalls glanzlos verlaufen, und das Verpassen des WM-Viertelfinales in Dänemark im Vorjahr hatte bereits deutliche Risse im DEB-Team offengelegt. Trotz des Silbererfolgs bei der WM 2023, der noch als Lichtblick gewertet wurde, offenbarte die Entwicklung der Mannschaft in den letzten Jahren eine erschreckende Zielfernweh-Symptomatik.

„Wir sind nach einer intensiven Analyse zu diesem Entschluss gelangt“, erklärte DEB-Sportvorstand Christian Künast. „Harold Kreis hat sich mit großer Hingabe in den Dienst der Nationalmannschaft gestellt und bedeutende Verdienste um das deutsche Eishockey erworben.“ Doch die Zeichen standen auf Absetzung, denn die zuletzt gezeigten Leistungen ließen kaum Hoffnung auf eine erfolgreiche Heim-WM aufkommen. Die Zahl spricht eine deutliche Sprache: Drei Turniere, drei Enttäuschungen – die Bilanz ist erdrückend.

Wer wird nachfolger? der deb steht vor der herausforderung

Wer wird nachfolger? der deb steht vor der herausforderung

Die Frage, wer nun das Ruder übernehmen und das DEB-Team auf die anspruchsvolle Heim-WM vorbereiten soll, ist offen. Der DEB steht vor der Aufgabe, einen unbelasteten Trainer zu finden, der in der Lage ist, schnell eine neue Spielkultur zu etablieren und die Mannschaft zu Höchstleistungen zu führen. Die Suche wird sicherlich nicht einfach sein, denn der Druck, bei der Heim-WM zu bestehen, ist enorm. Aber eines ist klar: Die Ära Kreis ist beendet, und ein Neuanfang steht bevor.

Kreis selbst blickte zurück: „Die vergangenen drei Jahre mit der Nationalmannschaft waren eine besondere Zeit, an die ich mit großer Dankbarkeit zurückdenke.“ Eine diplomatische Aussage, die jedoch die Erleichterung über das Ende einer schwierigen Zeit kaum verbergen konnte. Die Fans hoffen nun auf einen frischen Wind und eine erfolgreiche Zukunft für das deutsche Eishockey.