Eishockey-revolution: 3x3 bringt neuen wind nach innsbruck!

Innsbruck bebt! Am kommenden Wochenende startet die „Breaking the Ice Tour“ – eine Eishockey-Innovation, die das Spiel in ein rasantes, unterhaltsames Format verwandelt und den Weg für eine mögliche Olympia-Bühne in 2034 ebnen könnte. Das deutsche Team unter der Leitung des ehemaligen Nationaltorwarts Dennis Endras ist dabei, um zu zeigen, was in diesem neuen Eishockey-Gewand steckt.

Ein spiel mit neuen regeln und viel tempo

Vergesst Abseits und Strafzeiten! Das neue 3x3-Eishockey, das in der Olympiaworld unter der ehemaligen Olympiaschanze seine Premiere feiert, setzt auf einen rasanten Spielablauf mit Musikuntermalung und einem mitreißenden Rahmenprogramm. Florian Mayer, zuständig für die neue Sparte bei der IIHF, erklärt: „Wir haben die große Möglichkeit, das erste Kleinfeldformat im Wintersport zu sein.“ Das IOC könnte ebenfalls Interesse haben, einen zweiten Eishockeysport mit kürzeren Spielen zu integrieren. Die Teams spielen auf einem 40 mal 20 Meter großen Feld, in zwei Halbzeiten zu jeweils zwölf Minuten, fast ohne Unterbrechungen.

Dennis Endras, der als Coach das deutsche Team betreut, kennt das Eishockey von seiner Torhüter-Zeit bestens. Neben ihm stehen auf dem Eis DEL-Profis wie Moritz Wirth (zuletzt Augsburg) und Noah Dunham (Frankfurt).

Ungewöhnliche regeln für noch mehr action

Ungewöhnliche regeln für noch mehr action

Was macht dieses Eishockey so besonders? Anstelle von Strafzeiten gibt es nach Fouls einen Penaltyschuss, bei dem alle Spieler den Schützen jagen dürfen. Der „Free Zone Award“ belohnt Treffer aus der eigenen Hälfte mit doppelter Punktzahl, während der „Fair Play Award“ einen Penaltyschuss am Ende des Spiels für ein faires Team verspricht. Die blauen Linien sind gestrichelte „Rückzugslinien“, und der Torhüter darf den Puck nun an einen Mitspieler zum Spielaufbau weitergeben. „Mir war wichtig, dass wir anders sind, aber den Sport, den wir lieben, mit den neuen Regeln nicht ins Lächerliche ziehen“, so Mayer, der das Regelwerk maßgeblich beeinflusst hat.

Globale ambitionen und synthetisches eis

Globale ambitionen und synthetisches eis

Die Tour, die nach Innsbruck weitere Stationen in Zürich, Helsinki, Turin und Budapest vorsieht – und möglicherweise auch in Berlin, Düsseldorf und Mannheim – ist erst der Anfang. Im nächsten Jahr soll die Serie auf Südamerika, Nordamerika und Asien ausgeweitet werden, mit dem Ziel, Weltmeisterschaften auszurichten und letztendlich 2034 bei den Olympischen Winterspielen dabei zu sein. Der Blick richtet sich auch auf synthetisches Eis, um das Spiel auch im Sommer ermöglichen zu können. Es geht darum, neue Märkte, Spieler und Fans zu erschließen, und das 3x3-Format könnte genau der Schlüssel dazu sein.

Die „Breaking the Ice Tour“ in Innsbruck ist mehr als nur ein Turnier – es ist eine Demonstration des Potenzials eines neuen Eishockeys, das die Herzen der Fans erobern will. Die Zuschauerzahlen am Wochenende werden zeigen, ob dieses neue Format wirklich Schnee von gestern ist, oder ob es sich zu einer festen Größe im Eishockey-Universum entwickelt.