Eishockey-legende ralph krueger kämpft mit parkinson
Ein Schock für die Eishockeywelt: Ralph Krueger, der ehemalige deutsche Nationaltrainer und Erfolgscoach, hat öffentlich seine Parkinson-Diagnose bekannt gegeben. Die Nachricht, die er in einem exklusiven Interview mit CH Media teilte, wirft ein düsteres Licht auf den 66-Jährigen, der kurz vor seiner Aufnahme in die Ruhmeshalle der IIHF steht.
Die unerwartete diagnose und ihre folgen
Krueger berichtete, dass die Symptome bereits im Herbst 2024 auftraten. „Zwei oder drei Wochen nach meinem 65. Geburtstag zitterte meine Hand von einem Tag auf den anderen“, so der ehemalige Spieler. Zunächst dachte er an zu viel Kaffee, doch die Wahrheit war weitaus besorgniserregender. Die Diagnose Parkinson traf ihn wie ein Schlag – ein unheilbare, aber behandelbare Krankheit, deren Verlauf unvorhersehbar bleibt. „Dieser Tag hat viel verändert“, gestand Krueger.
Es ist ein bemerkenswertes Zeichen von Stärke, dass Krueger seine Diagnose öffentlich macht, gerade zu einem Zeitpunkt, an dem er für seine Verdienste im Eishockey geehrt wird. Die Ehrung durch die IIHF, die er bei der bevorstehenden Weltmeisterschaft in der Schweiz entgegennehmen wird, ist ein weiterer Meilenstein in seiner Karriere, die ihn von Calgary bis Düsseldorf, Iserlohn, Krefeld und Duisburg geführt hat. Auch seine Rolle als Berater beim Premier-League-Klub Southampton und später als Aufsichtsratsvorsitzender beim österreichischen Fußballklub FK Austria Wien zeugen von seiner Vielseitigkeit.

Sport als waffe gegen die krankheit
Doch Krueger gibt sich nicht mit seinem Schicksal zufrieden. Im Gegenteil: Er setzt weiterhin auf seine größte Leidenschaft – den Sport. „Die wissenschaftlich am besten belegte Methode zur Linderung ist, Sport zu treiben, aktiv zu bleiben“, erklärt er. Und er meint das ernst: Täglich zwei bis drei Stunden verschiedene Sportarten, darunter auch Schlägersportarten, stehen auf seinem Programm. „Ich bin sportlich wie nie“, versichert er.
Seine Geschichte ist nicht nur ein Bericht über eine schwere Krankheit, sondern auch ein Appell an die Lebensfreude und die Kraft des Willens. Ralph Krueger, der auch den NHL-Klub Edmonton Oilers trainierte, beweist, dass selbst angesichts einer solchen Diagnose ein erfülltes Leben möglich ist. Er hat 12 Mal an der Eishockey-WM und drei Mal an den Olympischen Spielen teilgenommen, wobei die Bronzemedaille bei der WM 1998 sicherlich ein Höhepunkt war.
Die Nachricht von Krueger's Erkrankung hat die Eishockeygemeinde tief bewegt. Sein Mut, offen über seine Situation zu sprechen, könnte vielen Betroffenen Mut machen. Was bleibt, ist die Erinnerung an einen außergewöhnlichen Sportler und Menschen, der auch in schwierigen Zeiten nicht aufgibt. Sein unermüdlicher Einsatz, sowohl auf als auch neben dem Eis, inspiriert und zeigt, dass die Faszination für den Sport auch in den dunkelsten Stunden ein Lichtblick sein kann. Die Lebenserwartung mag sich ändern, doch die Lebensqualität bleibt sein oberstes Ziel.
