Eisbären verspielen viertelfinal-ticket und landen im wolfsburg-ghetto
Die Eisbären Berlin haben sich selbst geschlagen. Im Showdown um Platz sechs verloren die Hauptstädter vor 14.200 gegnerischen Augen 1:3 gegen Fischtown Bremerhaven und dürfen sich jetzt auf ein Qualifikations-Duell mit Grizzlys Wolfsburg einstellen.
Die pinguins schwimmen weiter, berlin versinkt
Schon nach 120 Sekunden klingelte es hinter Matthias Niederberger. Nino Kinder schob die Scheibe zur frühen Bremerhavener Führung, und die Eisbären wirkten wie gelähmt. Trotz Überlegenheit in Schüssen und Spielanteilen wollte der Puck einfach nicht rein. CJ Smith erhöhte auf 2:0, Lukas Pföderl schaffte den Anschluss – mehr Klasse war nicht drin.
Im Mitteldrittel dominierte Berlin weiter, aber Kristers Gudlevskis hiess im Tor der Gäste Nein. Ein Powerplay-Tor von Miha Verlic besiegelte den 3:1-Endstand. Fünf Spiele vor Schluss beträgt der Rückstand auf Rang sechs vier Punkte. Die Rechnung ist einfach: ohne Wunder gibt es kein Viertelfinale.

Wolfsburg wartet mit offenen klauen
Parallel patzten die Grizzlys in Frankfurt, bleiben aber auf Platz acht. Das bedeutet für die Eisbären wahrscheinlich eine Best-of-Seven-Qualifikation gegen eben jene Niedersachsen. Wer die letzten Playoff-Fights der vergangenen Saison erinnert, weiss: gegen Wolfsburg kann es schnell brenzlig werden.
Die Berliner Fans verabschiedeten ihre Helden mit gemischten Gefühlen. Die Banner-Hommage an Florian Busch hatte vor dem Bully noch Tränen ausgelöst, nach 60 Minuten herrschte nur noch Ratlosigkeit. Die Meister-Maschine stottert, und die Uhr tickt. Wer jetzt nach Ausreden sucht, findet keine mehr.
