Eiroz nennt ghana-kader: semenyo und williams führen die black stars ins wm-abenteuer

Stunde der Wahrheit für Carlos Queiroz: Der portugiesische Coach gab heute Morgen in Accra den endgültigen Kader für Ghanas WM-Mission in Nordamerika bekannt. Angeführt wird das Team von Stürmer-Ass Antoine Semenyo (Manchester City) und Tempo-Dribbler Iñaki Williams (Athletic Club). Ein Blick auf die Liste verrät sofort: Die LaLiga ist zur zweiten Heimat der Black Stars geworden.

Drei spanier sollen den rhythmus vorgeben

Drei spanier sollen den rhythmus vorgeben

Thomas Partey, gerade von Arsenal an Villarreal verliehen, bringt die Klasse. Abdul Mumin (Rayo Vallecano) liefert die Robustheit. Kwasi Sibo (Real Oviedo) setzt die Laufschläge. Drei Liga-Kollegen, die in Spanien gegeneinander ankämpfen und nun gemeinsam Richtung Viertelfinale marschieren sollen. Das klingt nach einer Mischung, die Queiroz schon bei seiner Iran-Zeit perfektionierte: europäische Taktik, afrikanische Explosivkraft.

Die Gruppe des Todes wartet gleich mit dem ersten Schlag: 17. Juni in Toronto gegen Panamá – ein Auftakt, der die Lunge testet. Sechs Tage später in Boston gegen England, wo Partey und Co. direkt gegen Premier-League-Kollegen treffen. Den Schlusspunkt setzt Kroatien am 27. Juni in Philadelphia, eine Wiederauflage des WM-Klassikers von 2022, nur diesmal mit anderem Drehbuch.

Queiroz’ Plan? Frühes Pressing, schnelle Umschaltung, Williams als Eins-gegen-Eins-Waffe. Dahinter schiebt sich Semenyo ins Zentrum und nutzt seine Körperlichkeit. Die Defensive um Mumin und Sibo soll die Engländer in Verzweiflung treiben und Modric den Atem rauben. Einfach wird es nicht. Aber wer erinnert sich noch an Ghana 2010? Damals schaffte es ein Team ohne große Namen ins Viertelfinale. 2026 dürfen die Namen groß sein – und die Erwartungshaltung auch.

Die Black Stars starten in knapp vier Wochen ihr Trainingslager in Doha. Wer bis dahit fit bleibt, darf mitfliegen. Wer nicht, bleibt zu Hause. Keine Experimente mehr, nur noch Zahnbürste einpacken und los. Ghana spielt um den Titel, nicht um die Teilnahme.