Eintracht hohkeppel wirft keseroglu raus – traum vom sofortigen wiederaufstieg droht zu platzen

Die Eintracht Hohkeppel hat den Notausgang gedrückt. Nach drei Pleiten in Serie flog Abdullah Keseroglu samt Co-Trainer Mahir Özkara raus, der Rückstand auf Spitzenreiter Bergisch Gladbach 09 ist von zwei auf acht Punkte geklettert. Die Konsequenz: blitzsauberer Kahlschlag auf der Trainerbank – und ein Hilferuf an die eigene Mannschaft.

Keseroglu muss gehen – die erfolgsstory wird zur belastung

Der 38-Jährige war im September erneut ins Amt zurückgekehrt, doch die zweite Amtszeit endet nach gerade einmal sieben Monaten. „Die Trennung von Apo ist uns nicht leicht gefallen“, sagt Sportdirektor Kevin Theisen, spielt damit auf die gemeinsame Erfolgszeit von 2019 bis November 2022 an, als Keseroglu den Klub von der Landes- bis in die Oberliga führte. Genau diese Erinnerung macht den Schnitt umso schmerzhafter – aber nötig. Denn die jüngsten Niederlagen gegen Bergisch Gladbach und in Wegberg-Beeck haben die Stimmung von Aufbritschmarkt auf Todesstille gekippt.

Die Zahlen sind gnadenlos: Rang vier statt Aufstiegsplatz, neun Spiele noch, acht Punkte Rückstand. Die Eintracht spielt nicht mehr mit, sie spielt um das Lebensrecht in der Regionalliga-Debatte.

Kein zurück für zweit- und frauenteam – der plan kann jetzt implodieren

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Im Januar sorgte der Klub mit dem radikalen Schnitt bei zweiter Herren- und Frauenmannschaft für Schlagzeilen. Mehr Ressourcen, mehr Geld, mehr Fokus – alles sollte in den direkten Wiederaufstieg fließen. Jetzt steht Hohkeppel vor dem Albtraumszenario: Das Projekt könnte schon im ersten Jahr nach dem Abstieg scheitern. Die Spieler, so Theisen, „stehen nun mehr denn je in der Pflicht, nochmal alles in die Waagschale zu werfen“. Der Appell klingt wie ein Einschüchterungsversuch, weil echte Druckmittel ausgehen.

Eine Nachfolgelösung soll „zeintnah“ kommen, heißt es. Laufende Uhr: In neun Tagen gastiert Hohkeppel beim Tabellenzweiten, dann folgt das Topspiel gegen den Dritten. Wer jetzt übernimmt, muss sofort liefern – oder die Saison wird zur Farce.

Die Eintracht hat den Traum noch nicht begraben, aber das Grab schon ausgehoben.