Eintracht frankfurt: zetterer fehlt, riera vor transfer-poker!

Frankfurt am Main – Die Luft in Frankfurt ist dick vor Spannung. Während sich die Eintracht auf das entscheidende Heimspiel gegen den Hamburger SV vorbereitet, um den Europa-Traum am Leben zu erhalten, zeichnet sich eine interessante Personalie ab. Ein Name fehlt im Training: Torhüter Michael Zetterer. Und Trainer Albert Riera steht vor der Mammutaufgabe, das richtige Personal für den Endspurt zu finden.

Die qual der wahl: riera vor schwierigen entscheidungen

Die qual der wahl: riera vor schwierigen entscheidungen

Der Jubel hallte am Mittwoch über dem Trainingsplatz. Michy Batshuayi, der seit Monaten verletzt fehlte, traf ins Netz und sorgte für ausgelassene Stimmung. Ein Symbol für die Ambivalenz der Situation: Einerseits ein Kader voller Talente und Optionen, andererseits die Frage, wer am Samstag wirklich überzeugen kann. Zetterers kurzfristige Ausfall aufgrund einer leichten Verletzung verstärkt den Druck auf Riera zusätzlich. Er absolvierte lediglich eine individuelle Einheit, sein Einsatz am Samstag scheint jedoch nicht gefährdet.

Die Innenverteidigung ist ein Rätsel, denn der langzeitverletzte Nnamdi Collins fällt weiterhin aus. Jean-Matteo Bahoya, nach einer längeren Pause wieder im Team, und Keeper Kaua Santos mischten ebenfalls mit. Rasmus Kristensen, nach seinem Comeback in Augsburg, ist fest eingeplant. Doch Riera, bekannt für seine unkonventionellen Entscheidungen, lässt regelmäßig Spieler überraschend außen vor – selbst etablierte Kräfte scheinen nicht vor einer Umpositionierung oder gar einem Aussetzen sicher zu sein.

Was die Offensive angeht, so deutet alles darauf hin, dass Can Uzun, der in Augsburg überzeugte, eine wichtige Rolle spielen wird. Ansgar Knauff präsentierte sich ebenfalls in Topform und scheint ebenfalls eine ernsthafte Option zu sein. Arnaud Kalimuendo ist ohnehin gesetzt. Younes Ebnoutalib hingegen scheint unter Riera nicht zu landen. Die Frage, wie mit Jonathan Burkardt umgegangen wird, bleibt offen. Seine Leistung im Training ließ zu wünschen übrig, dennoch gehört er aufgrund seines Potenzials eigentlich immer zur Startelf. Ein Einsatz von Kalimuendo auf dem rechten Flügel wäre denkbar, sollte Burkardt tatsächlich in der Anfangself stehen.

Die Eintracht muss vorlegen, wenn sie noch eine Chance im Kampf um Platz sieben haben will. Ein Sieg gegen den seit sechs Spielen sieglosen HSV ist Pflicht. Die Fans, die bisher noch geduldig blieben, erwarten nun Taten. Die Uhr tickt, Riera muss seine Strategie finden. Doch wer ihn kennt, weiß: Überraschungen sind immer möglich. Ritsu Doan wird aufgrund einer Gelb-Sperre fehlen – eine Entscheidung, die selbst Riera nicht ändern kann.

Die nächsten Tage werden entscheidend sein. Wird Riera den richtigen Ton treffen und die Mannschaft zu Höchstleistungen mobilisieren? Oder droht ein neuer Dämpfer im Kampf um Europa?