Eintracht frankfurt: ruhe bewahren vor wolfsburg-duell!
Die Luft bei Eintracht Frankfurt ist merklich dünner geworden. Nach zwei unglücklichen Niederlagen gegen Köln und Mainz steht nun das brisante Auswärtsspiel gegen den abstiegsbedrohten VfL Wolfsburg an. Coach Albert Riera fordert von seiner Mannschaft nun vor allem eines: Besonnenheit.

Die nervosität ist förmlich greifbar
Die Stimmung im Umfeld des Frankfurter Bundesligisten ist angespannt. Das 2:2 gegen Köln, in dem die Eintracht nach einer 2:0-Führung noch den Ausgleich hinnehmen musste, und die knappe 1:2-Niederlage gegen Mainz haben die Nerven blank gelegt. Ein Sieg gegen Wolfsburg ist nun Pflicht, um nicht in eine noch tiefere Krise zu geraten.
Riera scheint das Problem erkannt zu haben: „Wir müssen ruhiger sein“, betonte er auf der Pressekonferenz am Freitag. „Wir kassieren unsere Gegentore meistens nach der 70. Minute. Das ist kein Problem der Kondition, sondern der mentalen Stärke. Wir müssen lernen, das Spiel besser zu kontrollieren, ruhiger zu spielen und zu wissen, wann wir beschleunigen und wann wir Pausen machen müssen.“
Die Aufgabe gegen den VfL Wolfsburg wird keinesfalls einfach. Die Niedersachsen, deren Trainer-Veteran Dieter Hecking aktuell mit dem Ruder kaum noch etwas anfangen kann, stehen vor dem Abgrund. Mit nur noch sechs Spielen in der Saison ist der Druck enorm.
Doch Riera blickt optimistisch: „Unser Druck ist schöner“, so der Coach. „Die ersten 30, 40 Minuten werden hektisch werden, Wolfsburg wird versuchen zu pressen. Aber genau diese Situation müssen wir beruhigen. Wir müssen unsere Ruhe bewahren und unsere Chancen nutzen.“
Personell muss Riera auf einige angeschlagene Spieler verzichten. Neben den Langzeitverletzten Collins, Kristensen und Santos fehlen ihm auch Doan und Bahoya. Doch das ändert nichts an der Zielsetzung: „Drei Punkte. Das ist alles, was für mich jetzt zählt!“, macht Riera deutlich.
Die kommenden Tage werden entscheidend sein. Gelingt es der Eintracht, die Nervosität abzustreifen und einen ruhigen, fokussierten Auftritt in Wolfsburg zu zeigen, könnte der siebte Platz und damit die Teilnahme an einem europäischen Wettbewerb noch in Reichweite liegen. Sonst droht eine enttäuschende Saison.
