Eintracht frankfurt: götze-comeback und taktische überraschungen gegen köln?

Die Eintracht steht vor einer Zerreißprobe. Nach wochenlanger Angriffslahmung und dem umstrittenen Filmchen um Mario Götzes Vertragsverlängerung empfängt die Mannschaft von Albert Riera am Sonntag den 1. FC Köln. Die Frage ist: Kann der Angriff aus der Krise gerissen werden, oder droht ein weiterer herber Rückschlag?

Die rückkehr des „super-mario“: ein affront oder ein glücksgriff?

Die Verpflichtung und die damit verbundene Inszenierung von Mario Götze sorgten für viel Medienrummel, doch am Ball zählte letztlich wenig. Albert Riera ließ auf der Pressekonferenz am Freitag durchblicken, dass der Routinier durchaus eine Option für die Startelf sein könnte, obwohl er seit einiger Zeit nicht mehr in Topform war. Eine Nichtberücksichtigung wäre angesichts der medialen Aufmerksamkeit und der Unterstützung durch die Vereinsführung ein starkes Signal an die Öffentlichkeit – und könnte Götze selbst auf die Füße fallen.

Doch die Lage ist komplex. Neben Götze stehen gleich zehn weitere Offensivspieler zur Verfügung, darunter Can Uzun, der mit seinem Talent und seinem Siegeswillen unbedingt einen Platz im Kader der türkischen Nationalmannschaft erobern will. Riera erteilte der Offensive in den letzten Spielen eine Lehrgang, die nur zwei Treffer erzielte. Die Notwendigkeit, die Chancenverwertung zu verbessern, ist offensichtlich.

Taktische neuausrichtung oder festhalten am bewährten system?

Taktische neuausrichtung oder festhalten am bewährten system?

Ein weiterer Fragezeichen steht um die taktische Ausrichtung. Der Ausfall des Rechtsverteidigers Nnamdi Collins könnte Riera dazu zwingen, zu einer Dreierabwehrkette zu greifen. „Wir werden sehen“, gab der Coach vage Auskunft. Die Möglichkeit, erstmals seit einiger Zeit wieder mit einer Doppelspitze zu agieren, wurde ebenfalls in den Raum geworfen, doch Riera betonte, dass dies nur eine von mehreren Optionen sei. Die Entscheidung liegt auf seiner Schulter – und wird entscheidend für den Ausgang des Spiels sein.

Die Eintracht muss sich gegen Köln unbedingt steigern. Die Fans fordern mehr Leidenschaft, mehr Kreativität und vor allem mehr Tore. Ob Riera die richtigen Antworten parat hat, wird sich am Sonntag zeigen. Denn eines ist klar: Nach so viel Personalvielfalt wäre eine erneute Fehlleistung des Angriffs kaum zu erklären.

Die Wahrscheinlichkeit, dass Uzun in der Startelf steht, ist hoch. Burkardt und Kalimuendo könnten ebenfalls von Beginn an auflaufen, während Ebnoutalib auf die Bank muss. Batshuayi wird es schwer haben, überhaupt im Kader zu stehen. Es bleibt spannend, wie sich die Partie entwickelt und ob die Eintracht in der Lage ist, die Wende zu schaffen.