Eilenburg schockt meuselwitz mit 5:1 und entflieht der abstiegszone
Der FC Eilenburg hat in der Regionalliga Nordost einen Befreiungsschlag hingelegt und den ZFC Meuselwitz mit 5:1 nach Hause geschickt. Die Partie war eigentlich nur ein Nachholspiel, endete aber als Debakel für die Gäste und als emotionale Achterbahn für die 1.200 Zuschauer im Sölzer Sportpark.
Ein doppelschlag vor der pause zerstörte meuselwitz' plan
Marcus Niemitz traf schon nach 15 Minuten, doch der Ausgleich durch Eric Stiller schien die Gäste auf Kurs zu bringen. Dann schlug Lukas Griebsch mit einem Schuss, der wohl eher Flanke sein sollte, erneut zu. Jeromino Mattmüllers Kontertor kurz vor dem Pausenpfiff war der psychische Knock-out.
Meuselwitz kam mit viel Ballbesitz aus der Kabine, doch Eilenburg spielte wie entfesselt. Niemitz erhöhte nach 53 Minuten auf 4:1, Moritz Kretzers Schlenzer ins Kreuzeck war nur noch Zugabe. Die Zipsendorfer wirkten von der 75. Minute an wie gelähmt, als Leon Schmökel den eigenen Pfosten traf.

Das ergebnis wirft fragen auf
Trainer Daniel Baumgartner hatte seine Mannschaft auf drei Positionen umgestellt – und traf goldrichtig. Die 3-5-2-Formation überrollte Meuselwitz' unsortierte Kette, die in dieser Saison schon sieben Auswärtsniederlagen kassiert hat. Für Eilenburg bedeutet der Sprung auf Platz 16 nicht nur Luft, sondern auch das reale Ende der Abstiegszone.
Die Statistik spricht Bände: 5 Tore aus nur 8 Torschüssen, eine Verwertungsquote von 62,5 Prozent – das ist Liga-Spitze. Meuselwitz dagegen blieb trotz 64 Prozent Ballbesitz ideenlos. Das 16. Gegentor in den letzten fünf Partien zeigt: Die Defensive ist das Sorgenkind von Coach Ingo Böller.
Für Eilenburg geht es am Sonntag nach Babelsberg. Mit diesem Selbstvertrauen kann der FCE auch dort Punkte holen. Meuselwitz muss daheim gegen den FC Grimma antreten – und endlich die Wunden lecken, die man in Sachsen offen hat.
