Eibar findet den weg: offensive frühzeitigkeit sichert siege

Das Fußballstadion Ipurua bebt – und das nicht zum ersten Mal in letzter Zeit. Der SD Eibar hat eine bemerkenswerte Wandlung vollzogen, und der Schlüssel dazu liegt in einer neu gewonnenen Effizienz vor dem Tor. Was einst eine frustrierende Schwäche war, ist nun zum entscheidenden Trumpf geworden, der dem Team Auftrieb und einen beeindruckenden Höhenflug beschert.

Von chancenwasting zur torjägermentalität

Von chancenwasting zur torjägermentalität

In den ersten Monaten der Saison kämpfte Eibar mit einem Problem, das vielen Teams bekannt ist: Das Spiel stimmte, die Chancen waren da, aber die Tore blieben aus. Eine flüssige Ballzirkulation, ein kontrolliertes Mittelfeld und die Fähigkeit, immer wieder in den gegnerischen Strafraum vorzudringen – all das war da. Aber sobald es um die Entscheidung in entscheidenden Momenten ging, versagten die Nerven, und die Punktetafel spiegelte die gezeigte Leistung nicht wider. Es waren verpasste Gelegenheiten, die den Unterschied ausmachten.

Doch nun hat sich das Blatt gewendet. Eibar präsentiert sich als ein Team, das nicht nur über spielerische Qualitäten verfügt, sondern auch über die nötige Durchschlagskraft, um seine Chancen konsequent in Tore umzuwandeln. Die defensive Stabilität, die Treffsicherheit bei Standardsituationen und die taktische Flexibilität sind zwar nach wie vor wichtige Säulen des Teams, aber es ist die Fähigkeit, früh im Spiel den entscheidenden Treffer zu erzielen, die Eibar nun auszeichnet. Die Fans in Ipurua können sich an den neuen, selbstbewussten Auftritt ihres Teams erfreuen.

Martón, der ungarische Stürmer, spielte am Sonntag eine Schlüsselrolle beim Sieg gegen Ceuta. Bereits im ersten Torschuss gelang es ihm, den Ball im Netz zu versenken – ein Elfmeter, der von Bautista perfekt herausgeholt wurde. Es ist ein Muster, das sich in den letzten Wochen immer wieder wiederholt: In fünf der letzten neun Spiele gelang es Eibar, bereits im ersten Torschuss die Führung zu erzielen. Vergleicht man das mit den Partien in Anoeta und Andorra, wo die Tore ebenfalls in den Anfangsminuten fielen, wird deutlich, wie sehr sich die Mannschaft in dieser Disziplin verbessert hat. Die Zahl spricht für sich: In den letzten zehn Spielen, in denen Eibar in Führung ging, wurden die drei Punkte stets souverän nach Hause gebracht. Nur am 7. Dezember gab es einen Ausrutscher gegen die Cultural Leonesa.

Das Problem, das Eibar in den vergangenen Jahren mit der Aufrechterhaltung der Führung zu kämpfen hatte – hauptsächlich aufgrund defensiver Schwächen – scheint nun Vergangenheit zu sein. Der frühe Treffer ist heute gleichbedeutend mit einem Sieg. Das liegt nicht zuletzt an der Fähigkeit der Mannschaft, die eigene Abwehr hervorragend zu organisieren und den Strafraum mit einer Disziplin zu verteidigen, wie sie in Ipurua selten zu sehen war. Diese Entwicklung hat Eibar zu einem ernstzunehmenden Anwärter auf den Aufstieg gemacht.

Die Gegner werden es sich zweimal überlegen, bevor sie Eibar unterschätzen. Denn die Mannschaft aus dem Baskenland hat bewiesen, dass sie nicht nur über spielerische Klasse verfügt, sondern auch über den unbedingten Willen, zu gewinnen. Und das beginnt oft schon in den ersten Minuten eines Spiels.