Effenberg kritisiert var scharf – und fordert ehemalige spieler als unterstützung
- Effenberg lässt zum var-chaos dampf ab
- „Lächerlich“: effenbergs kritik an strittigen szenen
- Der vorschlag: ex-profis ins var-team
- Direkte worte an schiedsrichter-chef kircher
- Kirchers reaktion und die geständige fehlerkultur
- Hummels und die dfl: offenheit für neue ideen
- Die bittere wahrheit: es fehlt das engagement
Effenberg lässt zum var-chaos dampf ab
Stefan Effenberg, der ehemalige Nationalspieler und Champions-League-Sieger, hat sich in aller Deutlichkeit zur aktuellen VAR-Diskussion geäußert. Die Entscheidungen der Schiedsrichter, insbesondere im Zusammenspiel mit dem Kölner Keller, gefallen ihm alles andere als gut. In seiner Kolumne für t-online zog er eine vernichtende Bilanz und machte unmissverständliche Vorschläge zur Verbesserung der Situation.

„Lächerlich“: effenbergs kritik an strittigen szenen
„In den vergangenen Wochen haben die deutschen Schiedsrichter kein gutes Bild abgegeben“, so Effenberg. „Die Schuld daran tragen aber hauptsächlich nicht die Unparteiischen auf dem Feld – sondern die im Kölner Keller.“ Er kritisierte, dass selbst für Laien offensichtliche Situationen auf eine nicht nachvollziehbare Weise bewertet würden. „Es ist nur noch lächerlich!“, urteilte der 56-Jährige.
Der vorschlag: ex-profis ins var-team
Effenberg brachte eine überraschende Idee ins Spiel: die Aufnahme von ehemaligen Profifußballern in das VAR-Team. „Frühere Aktive – die auf höchstem Niveau gespielt haben – können Fouls und kritische Szenen aus eigener Erfahrung ganz genau beurteilen“, argumentierte er. Dies könnte die Qualität der Entscheidungen und die Akzeptanz in der Öffentlichkeit deutlich erhöhen.
Direkte worte an schiedsrichter-chef kircher
Effenberg scheute sich nicht, auch Knut Kircher, den Chef der Schiedsrichter, direkt anzusprechen. Er forderte, dass Kircher die Entscheidungen seiner Leute schlüssig und unmissverständlich erklären könne. „Irgendwann reichen dann auch die ungelenken Erklärungen nicht mehr aus“, mahnte Effenberg.
Kirchers reaktion und die geständige fehlerkultur
Knut Kircher hatte die jüngsten Fehlentscheidungen bereits eingeräumt und Besserung versprochen. Schiedsrichter Patrick Ittrich räumte im Doppelpass auf Sport1 einen Fehler im Spiel Mainz gegen Augsburg ein. Auch das Pokalspiel zwischen Bayern und Leipzig sorgte für Diskussionen, da ein potenzieller Elfmeter nicht gegeben wurde. Manuel Gräfe bestätigte im Nachgang die Fehlentscheidung.
Hummels und die dfl: offenheit für neue ideen
Auch Mats Hummels hatte sich bereits für eine VAR-Reform ausgesprochen. Die DFL zeigte sich grundsätzlich offen für Effenbergs Idee, ehemalige Spieler ins VAR-Zentrum zu holen. Allerdings gab Kircher zu bedenken, dass es derzeit keine ehemaligen Spieler gibt, die sich aktiv dafür zur Verfügung stellen oder bewerben. Er betonte, dass man bei solchen Entscheidungen nie alle zufriedenstellen könne.
Die bittere wahrheit: es fehlt das engagement
Kircher fügte hinzu: „Es wird immer Menschen geben, die sagen: Das finde ich nicht gut. Das ist okay. Man wird im Fußball nie mit allem eins zu eins zufrieden sein - auch nicht mit Schiedsrichterentscheidungen.“ Die eigentliche Herausforderung scheint also nicht nur in der Struktur, sondern auch in der Bereitschaft ehemaliger Profis zu liegen, sich aktiv einzubringen und ihre Expertise anzubieten.
