Ebola-gefahr: spiel in la línea steht auf messers schneide!

Ein Freundschaftskampf zwischen der Demokratischen Republik Kongo und Chile könnte geplatzt sein. Bürgermeister Juan Franco hat harte Bedingungen gestellt: Sofern er bis Montag keine wasserdichten Garantien für die Gesundheitssicherheit erhalten kann, wird er das Spiel am 9. Juni nicht erlauben – eine Entscheidung, die angesichts des aktuellen Ebola-Ausbruchs im Kongo eine Welle der Besorgnis ausgelöst hat.

Bürgermeister setzt durchsetzungsvermögen ein

Bürgermeister setzt durchsetzungsvermögen ein

Die Lage ist ernst: Der Bürgermeister von La Línea de la Concepción hat bereits angekündigt, am Dienstag ein entsprechendes Dekret unterzeichnen zu lassen, sollte er bis Montag keine zufriedenstellenden Antworten von den zuständigen Gesundheitsbehörden erhalten. Die Gemeinde hat sich bereits mit Sanidad Exterior, der Junta de Andalucía und dem örtlichen Krankenhaus in Verbindung gesetzt, um die Risiken eines solchen Spiels im Hinblick auf die aktuelle Gesundheitssituation im Kongo abzuklären. Die Angst vor einer Ausbreitung des Ebola-Virus ist allgegenwärtig.

Was niemand so recht vermuten lässt: Die FIFA hält ebenfalls engen Kontakt mit dem kongolesischen Fußballverband (FECOFA), um die Mannschaft bezüglich medizinischer und sicherheitstechnischer Aspekte stets auf dem Laufenden zu halten. Javier Padilla, Staatssekretär für Gesundheit, hatte bereits in der vergangenen Woche betont, dass Sanidad Exterior die Situation genau beobachtet und die notwendigen Maßnahmen ergreifen werde.

Die Demokratische Republik Kongo reagiert ebenfalls besorgt. Nach der Erklärung eines internationalen Gesundheitsnotstandes durch die Weltgesundheitsorganisation (WHO) wurden die Trainingslager der Nationalmannschaft in Kinshasa abgesagt und nach Belgien verlegt, wo die Vorbereitungen auf die Weltmeisterschaft 2026 fortgesetzt werden sollen. Bis dato wurden in der Provinz Ituri über 64 bestätigte Fälle und sechs Todesfälle im Zusammenhang mit dem Ebola-Ausbruch gemeldet, wobei die Gesamtzahl der vermuteten Fälle auf über 670 und die der Todesfälle auf 160 gestiegen ist.

Die Entscheidung des Bürgermeisters ist angesichts der aktuellen Umstände nachvollziehbar. Die Gesundheit der Bevölkerung hat oberste Priorität. Es bleibt abzuwarten, ob die Gesundheitsbehörden die notwendigen Zusicherungen geben können, um das Spiel in La Línea de la Concepción doch noch zu ermöglichen. Die Zeit drängt.