Ebola-alarm gescheitert: kongos leoparden landen in houston – wm-gegner schlucken
Kongos Leoparden sind trotz Ebola-Warnung in die USA eingeflogen. Die Maschine setzte um 14:30 Uhr Ortszeit in Houston auf, eine Stunde später stand fest: Kein Spieler wurde abgewiesen. Aaron Wan-Bissaka trat vor die Mikrofone und lachte: „Alle durch, kein Problem.“
21 Tage isolation vorab, doch die fifa legte nach
Die US-Behörden hatten der Delegation eine dreiwöchige Quarantäne auferlegt – nur, die Mannschaft befand sich seit Wochen in Spanien. Trainingslager in Marbella, Testspiel gegen Chile in Frankreich, und keiner der 26 Nominierten wohnt seit Monaten in der DR Kongo. Das Gesundheitsrisiko blieb ein Phantom.
Verbandschef Constant Omari nutzte die Gelegenheit, um die Fifa scharf anzugreifen: „Wir mussten unsere Vorbereitung umkrempeln, während andere Teams normal trainieren.“ Die Wut sitzt tief. Die Leoparden zogen stattdessen durch Andalusien und gewöhnten sich an Hitze und Zeitzone. Das 1:2 gegen Chile galt als Lehrgeld, nicht als Katastrophe.

Gruppe h wartet mit portugal, kolumbien und usbekistan
Am 17. Juni treffen sie in Houston auf Cristiano Ronaldo und Co. – eine Woche später folgt Kolumbien, am 28. Juni Usbekistan. Die Chancen? Realistisch. Die Leoparden sind schneller als ihr Ruf. Cedric Bakambu traf in den letzten fünf Länderspielen viermal, die Defensive um Wan-Bissaka kassierte nur drei Gegentore. Die Angst vor Ebola ist verflogen, die Angst vor der Gruppenphase nicht.
Für die DR Kongo ist es erst die zweite WM-Teilnahme seit 1974, damals noch als Zaire. 52 Jahre später fliegen sie wieder unter neuem Namen und mit einem klaren Ziel: Achtelfinale oder nichts. Wer jetzt noch an Ebola denkt, hat das Spiel verpasst.
