Dybala bricht training ab – knie macht wieder probleme

Es war der Moment, auf den die Roma-Fans seit Wochen gewartet hatten: Paulo Dybala kehrte ins Mannschaftstraining zurück. Doch die Hoffnung hielt keine 24 Stunden. Am Morgen des 5. März musste der Argentinier das Training erneut abbrechen – dasselbe linke Knie, dieselbe Geschichte, dieselbe Ernüchterung.

Ein knie, das einfach nicht heilen will

Trainer Gian Piero Gasperini hatte gehofft, nach über einem Monat Pause und dem Kurzeinsatz auf der Bank gegen Juventus endlich wieder auf die Joya zählen zu können. Stattdessen verlässt Dybala nach wenigen Minuten den Trainingsplatz. Kein Drama, keine lauten Worte – nur dieser stille, bittere Abgang, der inzwischen zur traurigen Routine geworden ist.

Das Auswärtsspiel in Genua gegen Sampdoria im Stadio Marassi wird er verpassen. Es wäre das 15. ausgefallene Spiel in dieser Saison. Fünfzehn. Die Zahl steht für sich. Und sie macht deutlich, warum über eine Vertragsverlängerung – sein Kontrakt läuft im Juni aus – kaum noch ernsthaft gesprochen wird.

Gasperini verliert gleich zwei offensivspieler

Gasperini verliert gleich zwei offensivspieler

Als wäre das nicht genug, muss der Coach in Genua auch auf Matías Soulé verzichten. Der Argentinier kämpft mit einer Schambeinentzündung – eine der hartnäckigsten und schmerzhaftesten Verletzungen im Fußball. Zwei Schlüsselspieler weg, mitten im Endspurt um die Champions-League-Plätze. Der Zeitpunkt könnte kaum schlechter sein.

Dybalas letztes Pflichtspiel liegt bereits Wochen zurück: Roma gegen Milan am 25. Januar. Seitdem ist er eine Randnotiz in den Aufstellungen, ein Name, der mehr Fragezeichen als Vorfreude weckt. Eine arthroskopische Operation hatte er vor einigen Wochen ausgeschlossen – eine Entscheidung, die heute, im Rückblick, zumindest diskutabel wirkt.

Frischgebackener vater, gebrochener körper

Frischgebackener vater, gebrochener körper

Ausgerechnet jetzt, in einer der schwersten sportlichen Phasen seiner Karriere, ist Dybala frischgebackener Vater geworden. Das Leben schenkt und nimmt gleichzeitig. Der Medizinstab der Roma wird nun genau analysieren müssen, ob es sich um eine erneute Entzündung handelt oder ob das Knie ein tieferes, strukturelles Problem offenbart.

Was bleibt, ist ein bitteres Bild: Ein Spieler mit dem Talent eines Weltklassekünstlers, der in seiner wohl letzten Saison in der Serie A kaum auf dem Platz steht. Fünfzehn verpasste Spiele, ein Vertrag, der ausläuft, und ein Knie, das keine Versprechen mehr macht.